Vordere Schachtwand — sind Rigipsplatten erlaubt?

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    • Vordere Schachtwand — sind Rigipsplatten erlaubt?

      Hallo liebe Gemeinde,

      da ich mich überhaupt nicht mit Aufzügen auskenne und die Bauvorschriften mega schwierig zu interpretieren sind, benötige ich bitte Eure Hilfe!

      Kurz zu mir: Ich wohne in einer Eigentumsgemeinschaft mit 5 Parteien. In unserem Haus befindet sich ein hydraulischer Personenaufzug von Kleemann. 3 von 5 Eigentümern nutzen das Gerät nicht und wie es nun mal so ist, geht’s schlussendlich um die Kosten. Wir würden das Ding gerne stilllegen, da ständig irgendetwas kaputt ist und diejenigen zur Tasche gebeten werden, die das Teil nicht mal anschauen.

      Der Bauträger, der gleichzeitig Eigentümer ist, hat uns von Beginn an über den Tisch gezogen (Baumängel).

      Zu meiner Frage:

      Die vordere Schachtwand (dort wo die Türen befestigt sind) besteht aus Rigipsplatten, die mit einer Raufasertapete verkleidet sind (dass es Rigipsplatten sind, hört man beim dagegenklopfen). Der Aufzugsbauer, hat einem anderen Eigentümer berichtet das dass gar nicht erlaubt ist, und er sich wundert, wie der Bauträger die Tüvabnahme überhaupt überstanden hat......

      Ist die Aussage korrekt, dass eine Wand aus Rigipsplatten im vorderen Bereich nicht erlaubt ist?

      Herzlichen Dank für Eure Hilfe und Antworten!
    • Material ist erstmal wurscht, solange es nicht entflammbar ist und unbrennbar, also auf neudeutsch, keine Brandlast darstellt. Die Verformbarkeit ist das, was lt. Norm relevant ist. Kann also durchaus sein, das eine 12,5mm Rigipsplatte in F30 besser ist, als ein 0,5mm verzinktes Trapezblech.
      Ralle
      warum durch Langeweile sterben, wenn es auch vor Müdigkeit geht
    • Schachtwand:

      Meistens als innenliegende Schachtwände aus Beton / Mauerwerk ausgelegt (Treppenauge kann schon anders aussehen). Rigips wird mitunter davorgesstellt, um optisch auszugleichen. Woher weißt Du, dass es nur Rigips sein soll?
      • Schachttüren ausschließlich an Rigips / Unterkonstruktion befestigt - statischer Nachweis erbracht? Woran sind die Türen dauerhaft und statisch fest befestigt?
      • Wenn als Schachtumwehrung - muss aber dann widerstandsfähig sein
      • Wie sieht es mit dem Brandschutz aus? Schachttüren haben eine Mindest- Feuerwiderstandsklasse - die muss auch die Schachtumwehrung, einschließlich Anschlusszone zur Schachttür, haben.
      Anlage ist OK, wenn Aufzugsregeln nicht verletzt wenn. Das macht der TÜV. Darüberhinaus das Bauamt, Rubrik „Brandschutz“. (Architekt, Bauamt, .... - hatten wir hier schon)
      Das Leben ist wie ein Aufzug: Erste Fahrt sammelnd nach oben, dann erfahrungsgemäß viele Fahrten zwischen den Haltestellen, einschließlich Richtungsumkehr, später Anfahren der Parkhaltestelle. Die letzte Fahrt geht garantiert abwärts.
    • Wo steht die Anlage denn bzw. wer hat die denn gebaut, Kleemann selber oder eine andere Firma?

      Die Festigkeit der Schachtwände wird in der EN beschrieben, das sollte der TÜV an sich bei der Abnahme geprüft haben. Aber auch jeder "TÜV" bzw. Sachverständiger schaut hier auch ein wenig anders auf Details, hier gibt es dann schon mal Auslegungsbandbreiten.