Untersützung eines Projekts der Hochschule Mannheim zum Einsatz von IT-Lösungen für den Mittelstand der Aufzugsbranche

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    • Untersützung eines Projekts der Hochschule Mannheim zum Einsatz von IT-Lösungen für den Mittelstand der Aufzugsbranche

      Hallo zusammen,


      ich studiere Wirtschaftsingenieurwesen im Master an der Hochschule Mannheim. Im Rahmen eines technischen Projekts beschäftigen wir uns derzeit mit dem Einsatz von Mixed Reality (MR) / Augmented Reality (AR) in der Aufzugsbranche. Konkret geht es dabei um den Einsatz von Datenbrillen wie der Microsoft HoloLens. Zielsetzung des Projektes ist es, Einsatzmöglichkeiten für die Microsoft HoloLens für Unternehmen der Aufzugsbranche zu evaluieren.


      ThyssenKrupp Elevator verwendet bereits MR/AR-Lösungen für Service- und Reparaturarbeiten an ihren Aufzügen. Hierbei wird die Microsoft HoloLens eingesetzt. Laut einer Pressemitteilung von ThyssenKrupp können dabei Service- und Reparaturarbeiten bis zu vier Mal schneller erledigt werden. Unter folgendem Link können Sie sich ein Video von ThyssenKrupp Elevator anschauen, welches die HoloLens im Einsatz zeigt:


      youtube.com/watch?v=8OWhGiyR4Ns


      Hauptanliegen unseres Projekts ist es nicht, mögliche Lösungen für die vier großen Anbieter (ThyssenKrupp, Otis, Schindler und Kone) zu entwickeln, sondern v.a. den Mittelstand zu unterstützen. Angesichts der Entwicklung hin zu einem «Aufzug 4.0» und der damit einhergehenden Effizienzsteigerungen im Service könnte dies zu einem enormen Wettbewerbsnachteil der KMU führen. Wir möchten dem entgegenwirken.

      Meine Fragen:

      • Halten Sie den Einsatz von MR/AR-Datenbrillen für Service- und Reparaturarbeiten allgemein für sinnvoll?
      • Wenn ja, welche genauen Einsatzgebiete können Sie sich dafür vorstellen (eher Mechanik, Elektronik etc)?
      • Können Sie sich eine solche Lösung in Zukunft auch für kleinere und mittelständische Unternehmen der Aufzugsbranche vorstellen?
      • Zum allgemeinen Marktverständnis: Beziehen kleinere und mittelständische Unternehmen der Aufzugsbranche ihre (Teil-)Komplettaufzüge auch von großen Unternehmen wie Schindler oder ThyssenKrupp oder nur von Komponentenlieferanten? Können Sie uns wichtige Hersteller bzw. Anbieter von Aufzugsanlagen nennen, die v.a. an den Mittelstand verkaufen?
      Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

      mit freundlichen Grüßen

      Christian Seyfried




    • Schindler is auch dran.






      Kone offensichtlich mit IBM


      Für mich ist eine Unterstützung in Form von Elektronisch gespeicherten Nachschlagewerken völlig ausreichend. Sei es über die interne App, oder übers Internet wo man die Beschreibungen von den meisten Freien Steuerungen und Zubehör findet.

      Zulieferer?

      Da gibt es jede Menge, einfach mal die Ausstellerliste von der Interlift anschauen.



      Ich für meinen Teil hoffe nur das nicht jedes noch so kleine Bauteil am Lift an ein Bussystem angehängt wird. Dann Rennen wir nur noch mit Laptop rum wenn ein Problem auftritt und fangen an Datenleitungen und Teile zu tauschen, ähnlich wie beim Auto.


      Dazu muss ich aber noch sagen das ich kein Servicetechniker sondern Monteur bin.

      viel Erfolg!

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Kurzschluss ()

    • Die Datenflut nimmt zu, das ist nun mal Fakt!
      Allein die Produktzyklen sind so kurzlebig geworden, das du allein für einen Hersteller (Konzern) 6 Leitzordner in´s Auto packen müsstest.
      Als Mittelständler, fährst du dann theoretisch den halben Kofferraum mit Serviceunterlagen spazieren.
      Soweit die Theorie.
      In Praxi hast du natürlich ne Menge in der Birne (direkte Proportionalität zur Gehaltsstufe)
      der Rest in komprimierter Form in ein, zwei Ordnern.
      Ich habe mir den ganzen Ramsch auf´s iPad geknallt, das habe ich ´eh immer dabei
      Ich denke so sieht die Zukunft aus.
      Fein wäre es auch, wenn mir die Steuerung per Funkanbindung erzählt, was sie hat. Speicher kostet ja nun wirklich nichts mehr, da kann man Handbücher, Onlinehilfe und Einstellanweisung gleich in der Steuerung speichern.
      Datenbrillen? Naja, eher nicht so zweckmäßig, würde im Feld eher ablenken, als helfen.
      Ralle
      warum durch Langeweile sterben, wenn es auch vor Müdigkeit geht
    • Die ZÜSen arbeiten ebenfalls ansatzweise an solchen Projekten. Vielleicht irgendwann, wenn Aufzüge wirklich nur noch aus Elektronik bestehen und es kaum noch Mechanik gibt (z.B. Magnetlift). Dann wäre es z.B. nützlich jeden Chip durch angucken auslesen zu können. Aber da müssten auch die Elektronikhersteller umdenken und ein Selbstdiagnosesystem für Leiterplatten so entwickeln, dass jeder kleinste defekte Kondensator angezeigt werden kann. Sowas könnte man sicherlich an eine Datenbrille hängen. Aber auch auf einem Tablet wären diese Informationen ausreichend.

      Das Problem ist doch, dass sich Datenbrillen nur mäßig durchsetzen. Auch VR scheint etwas überhyped worden zu sein. Zumindest wird es in letzter Zeit wieder etwas stiller nachdem anfangs unzählige Start-Ups wie Pilze aus dem Boden geschossen sind.

      Die Endverbraucher nehmen das Produkt nur mäßig an, weil sie Einschränkungen fürchten durch zu viele informationen gleichzeitig. Wenn jedoch weniger Informationen angezeigt würden, dann braucht man keine Datenbrille mehr.

      Hinzukommt auch noch, dass die Aufzugsbauer vor Ort sehr oft bzw. eigentlich immer improvisieren müssen, um den Aufzug in die gegebene Örtlichkeit anzupassen. Die Leiter, die Posistion der Bauteile, die Bauteiltypen sind nicht selten zufällig so gewählt, um einfach nur die Funktion zu erfüllen. Mit Datenbrillen scheint mir so ein Arbeiten nur möglich, wenn alles genormt werden würde. Dann müssten aber auch die Architekten zukünftig nur noch Normgebäude bauen und und und. Eine endlose Schlange
    • Ich schmeiß da auch mal was rein:

      Wenn der Moment kommt, stellenweise ist er ja schon da.
      Das Aufzüge permanent über das Internet verfügbar sind, werden Sie angreifbar, wie jeder PC im www.

      Sobald der Zeitpunkt da ist, das es sich lohnt, wird es interessant.

      Da muss ich doch mal wieder diesen so ungeliebten Vergleich mit den KFZ anstellen, es soll ja vorkommen das diese von aussen fremdgesteuert werden. Schafft Arbeit, ob sie dann bezahlt wird?

      Gruß André

      warum einfach? wenn es auch kompliziert geht?
    • Schon einmal vielen Dank für die Beiträge. Ich habe jetzt schon ein etwas schärferes Bild von der Sache gewonnen. Ich habe herausgehört, dass die meisten Einsatzmöglichkeiten sich im Bereich der Elektronik befinden. Ob und inwiefern sich eine Datenbrille hierfür eignet müsste man natürlich prüfen. Unabhängig davon teilt sich die Frage, wie könnte man kleinere und mittlere Auszugsbauer mit einer solchen Lösung versorgen?

      Ich denke hierbei kann es nur über die Hersteller von kritischen Elektronenkomponenten gehen, die in ihrem "Sortiment" ebenfalls ein Wartungspaket (Brille mit Software) anbieten und für dieses eine dem Nutzen entsprechende Gebühr bereitstellen.

      Ob dies der richtige Weg ist hängt natürlich davon ab ob der Kunde, also der Auszugsbauer, ausreichend viele gleiche Komponenten in Wartung hat oder ob sich in den zu wartenden Aufzuganlagen viele Unterschiedliche Steuerungen von unterschiedlichen Anbietern befinden.

      Ein anderer Weg wäre über die Anbieter von sogenannten Baukasten-Aufzuganlagen zu gehen, da diese ein standardisiertes Angebot haben und eventuell über die Masse (Anzahl verkaufter Aufzüge) diese Lösung kostengünstig anbieten könnte.

      Generell ist es wichtig, dass eine solche Lösung, wenn Sie denn den Mittelstand erreichen sollte, von jemand ausgeht, der ausreichend Masse hat und über das notwendige Budget verfügt. Ich denke ein Betrieb mit weniger als 30 Mann wird sich eine solche Lösung nicht anschaffen, da die Differenz zwischen Kosten und Nutzen zu groß ist. Es müsste Beispielsweise ein Anbieter sein wie Schmersal im Bereich "Steuerungen und Schaltgeräte für Aufzüge".

      Es kann natürlich sein, dass ich mich in dem ein oder anderen Punkt irre, ich bin ja auch nicht der Experte. Ich hoffe auf eure Expertenmeinung. Vielleicht habt ihr ja ne gute Idee.

      Liebe Grüße
      Christian
    • Also ich wüsste nicht warum ich die Brille unbedingt brauche.

      Is zwar nice to have, so ähnlich wie ein Head Up Display im Auto, aber unbedingt braucht man das ja nicht.

      Die Brille gibt es ja auch nun schon eine ganze Weile und soweit ich weiss hat sie sich in keiner Branche richtig durchgesetzt...



      Am Ende hängen wir eh am Telefon mit Facetime oder schlagen es halt im Telefon nach wenn wir was gespeichert haben, beim Mittelständler ist das noch viel eher der Fall. Die meisten dort wissen auch einfach viel bzw. haben einen im Büro sitzen der alles weiss.
    • Wisst ihr ob die großen Aufzugsunternehmen auch komplette Aufzüge an den Mittelstand verkaufen oder nur direkt an den Endkunden? Bei ThyssenKrupp weiß ich, dass Liftequip eine Tochter ist, die genau diesen Zweck hat. Es findet sich im Internet (Homepage, Pressemitteilungen) jedoch kein Hinweiß dass Liftequip tatsächlich eine Tochter von Thyssen ist. Warum wollen die das verbergen? Schaut man sich nur einmal den Standort von Liftequip an, dann sieht man diese Verbindung schon.

      Machen die anderen Big 4 (Kone, Schindler, Otis) sowas auch? Also Aufzüge an KMUs verkaufen?