Elektronikschaden in Höhe v 5k nach Stromausfall

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    • Elektronikschaden in Höhe v 5k nach Stromausfall

      Moin,
      ich bin Sachbearbeiterin bei einer Hausverwaltung und eine Frage.
      Die Stadtwerke haben in einer Strasse den Strom abgestellt. Davor haben die an alle Häuse einen Zettel geklebt, dasss man in der Zeit wo der Strom abgeschaltet wird, keine elektrischen Geräte beteiben soll. Uns als Hausverwaltung haben die nicht Informiert.

      Nachdem der Strom wieder da war, war auf einmal der Fahrstuhl (Bj 2013) kaputt. Der Kundendienst sagt durch den Stromausfall ist der Umrichter kaputt gegangen und die Reparatur kostet fast 5.000 Euro. (Der ganze Fahrstuhl hat mal 30T gekostet).

      Kann das sein? Gibt es eine alternative Firma, die sowas prüfen kann? Wir sind ja dem Kundendienst völlig ausgeliefert.

      VG aus dem Norden
      Lara
    • Gelbe Seiten!
      Technisch ist es absolut nachzuvollziehen, das ein Frequenzumrichter nach einer Spannungswiederkehr oder nach netzseitigen Schalthandlungen kaputt geht.
      Das ist leider häufig der Fall. Aus diesen Erfahrungen heraus schreiben die EVU´s auch die Kunden, wie in ihrem Fall geschehen, an.
      Die Preisspanne ist durch die unterschiedlichen Typen und Leistungsbereiche sehr breit gefächert. Aber der von Ihnen genannte Preis erscheint mir realistisch.
      RH
      warum durch Langeweile sterben, wenn es auch vor Müdigkeit geht
    • Hallo
      @Pinnau das ist ärgerlich. Schaue mal in deinen Verträgen. Im Neubau werden in der Regel 5jahre Gewährleistung mit Abschluß eines entsprechenden Wartungsvertrag vereinbart.

      Ob der vorliegende Preis gerechtfertigt ist oder nicht ,ist ohne Anlagenkenntnis nicht zu beurteilen.

      Bsp. vor einem Monat haben wir einem Frequenzumrichter für 4350 Euro plus Mwst direkt vom Hersteller bezogen . Dieser kostete vor 3 Jahren noch 3450 Euro plus Mwst
      Jetzt kommt noch Montage , Gewährleistung (vom Hersteller 1 Jahr / vom Montageunternehmen gemäß Verhandlung) und nicht zu vergessen Gewinn minus Steuer vom Staat.
      Bsp. Defekten Umrichter zur Generalüberholung nach Manchester geschickt.(8000Euro)

      Du siehst es ist alles nicht immer so wie der schein trügt.

      MfG
      Meine Beiträge basieren auf Berufs-und Lebenserfahrung , gefährlichen Halbwissen und Klugscheißerrei ?(
    • Klingt so danach, dass der Hauptneutralleiter bei den Stromarbeiten als Erstes getrennt wurde und der Strom sich seinen Weg durch Aufladung gesucht hat. Deshalb wurde wohl davor abgeraten Geräte zu betreiben.

      Frequenzumformer gehen in der Regel nicht von einem generellen Stromausfall kaputt. Das muss dann schon Pech sein oder ein alter Frequenzumformer.

      Es gibt übrigens Frequenzumformer, die brauchen Stunden und Tage, um innere Aufladungen wieder loszuwerden und laufen dann plötzlich wieder. Gesehen an einem Schindler-Aufzug.
      Vielleicht hat die Wartungsfirma zu früh aufgegeben? Ist die Wartungsfirma auch der Hersteller der Aufzugsanlage? Hat der Kundendienst davon gesprochen, dass da etwas kaputt ist, nachdem tatsächlich ein Monteur vor Ort war oder aus der Ferne die Diagnose gestellt? Soll es ja auch geben ;)
    • Frequenzumrichter sind komplexe Kisten. I.d.R. geht folgendes Kaputt:
      Schaltnetzteil für die Eigenversorgung. Hier altern die Kondensatoren, so das nach einem Aus- und Wiedereinschalten der Sperrwandler nicht mehr anfängt zu schwingen. Solange die Kiste am Netz hängt, läuft es, nach dem Abschalten ist dann Finé!

      Nächster Punkt sind beim Hochlaufen, überlastete Widerstände zur Strombegrenzung am Gleichrichter für den Zwischenkreis. Heute werden fast nur noch getaktete Gleichrichter verwendet. Drehstrombrücken gibt es da glaube ich, gar nicht mehr.
      Aber das ist sehr bauartspezifisch, gibt Unterschiede.

      Nächster Punkt sind die Zwischenkreiskondensatoren, die geben auch nach rel. kurzer Zeit den Geist auf, wenn die Kiste über lange Zeit an den Grenztemperaturen gefahren wird.

      Das der N bei Schalthandlungen zuerst getrennt wird, ist ein Märchen. Leistungsschalter beim EVU ob nun mittelspannungs- oder miederspannungsseitig, trennen recht gut alle drei Aussenleiter gleichzeitig und mit Schmackes!
      Mittelspannungsseitig gibt es keinen N. In der Niederspannung (<1000V) ist der N gleichzeitig der PEN. Dieser ist vom Ortsnetztrafo durchgehend (er macht auch den PE!) und wird niemals nicht geschaltet! Erst ab Hausanschluss wird der N daraus. In größeren Verbraucheranlagen (Gewerbe, Industrie) kann aber ab Niederspannunsganschluss schon TN-S (PE und N in zwei eigenen Leitern) verlegt sein. eistungsschalter, die allpolig auch den N trennen, haben hier für den N einen voreilenden Kontakt. Dieser schaltet eher ein und später aus. Ist auch recht zuverlässig.

      Was gut sein kann, sind Netzunsymetrien während der Schalthandlungen. Man bedenke, es handelts sich um ein verkettetes System. Durch kapazitive, oder induktive Verbraucher verschiebt sich der Sternpunkt (geometrisch gesehen), wenn die Impedanz des Neutralleiters zu hoch, oder besser gesagt nicht klein genug ist. Das kann so ungünstig sein, das wir kurzfristig Spannungsanhebungen in einem der drei Aussenleiter haben können.

      Wenn der N tatsächlich unterbrochen ist, wäre er das auch noch nach dem Wiedereinschlaten und das merkt man dann schon, weil erheblich mehr den Jordan runtergeht als so ein scheiss Umrichter ;)
      Ralle
      warum durch Langeweile sterben, wenn es auch vor Müdigkeit geht