Sicherungen

    • Oftmals ist es sehr interessant mal den Widerstand der gesamten Leitung auszumessen. Von der Sicherung bis zum Ende der letzten Sicherheitskette, oft die Außentüren.
      Muß nicht, aber mal in den Plan schauen, die Züssen suchen immer das Ende und sind oft mit FLUKE unterwegs, der Wert ist sehr interessant.
      Und dann mal den Wert der Leitung gegen PE in OHM messen, macht das Fluke ja automatisch und ganz wichtig, die Eichung des Messgerätes, sollte ein Aufkleber vorhanden sein.

      Eine Veränderung führt zum erlöschen des Bestandschutzes! Das ist so! Juristendeutsch!

      Gruß André

      warum einfach? wenn es auch kompliziert geht?
    • Messpunkt ist immer der letzte Punkt, wo sonst?
      Dann hast du die Impedanz vom Ortsnetztrafo bis zum Ende des Sicherheitskreises.
      Aber, jetzt kommts, wo wird denn gemessen?
      Meist, idiotischerweise im Schaltschrank Ende Sicherheitskreis gegen Schaltschrank PE!
      Das berücksichtigt aber nicht die PE Impedanz zur Schachttür.
      Es sind demnach mehrere messungen notwendig, z.B. Niederohmmessung (PE) an allen Schachttüren, Schleifenimpedanz an den Schachttüren, an der Kabinentür etc. Die Messung ausschließlich im Schaltschrank ist Mogelei!
      Gegen Fluke ist nix zu sagen, regelmäßige Kalibrierung (Eichung ist das falsche Wort) versteht sich von selbst.
      Nochmal, es gibt keinen Bestandsscutz. Wenn die Anlage nicht mehr den zur Inbetriebnahme geltenden, oder gültigen Normen entspricht, muss gehandelt werden.
      Ralle
      warum durch Langeweile sterben, wenn es auch vor Müdigkeit geht
    • Da habe ich mich doch wieder im Terminus vergriffen, entschuldige.
      Das eigenartige bei der Messung ist ja auch, das sich die Erdung garnicht angeschaut wird.
      Einige Anlagen sind ja direkt in der Schachtgrube mit dem Fundamenterder verbunden, was ich für eine astreine Lösung halte.
      Ansonsten wird nur auf die Verbindung/Potenzialausgleich geschaut, wo es dann schlußendlich abgeführt wird, geht ins Nirvana.

      Zum Bestandsschutz:


      Zum Bestandsschutz1:

      Gruß André

      warum einfach? wenn es auch kompliziert geht?
    • @RalleH

      Sorry, hab ein falches Zitat genommen ;) Jetzt passt es.

      Ja die liebe Schleifenimpendanz. Wie ich geschrieben habe, kann manchmal die Schleife stimmen und trotzdem löst der Leitungsschutzschalter im Kurzschlussfall nicht aus. Und wir reden hier nicht von paar Sekunden, die er braucht, sondern er löst wirklich nicht aus.

      Ist in etwa vergleichbar mit dem Testknopf eines FI-Schutzschalters. IdR funktioniert der Test mittles Testknopf so gut wie immer. Bei manchen Verdrahtungen scheinen die Innenwiderstände jedoch so groß zu sein, dass ein Fehlerstrom regelrecht abgepuffert wird. Anders konnten wir uns das nicht erklären. Oder wir hatten es schon, dass der FI-Schutzschalter in einen anderen Stromkreis eingebunden war als vorgesehen ;)

      Ich empfehle auch immer zuerst die Nacharbeitung der Berührungskontakte. Die können mit der Zeit eine Oxid-Russ-Schicht haben, da bei jedem kleinen Funken immer etwas Material oxidiert (Metall, Staub, Kontaktmittel). Und wie du auch schon geschrieben hast, ist die Änderung der Charakteristik der Änderung der Sicherungsgröße vorzuziehen.

      @Andre

      Jupp, da die meisten SV wirklich "nur" Maschinenbauer sind, ist die elektrische Prüfung keineswegs einer BGVA3 (oder DGUVV3) gleichzusetzen. Unseren Prüfungen sind auch zeitliche Grenzen gesetzt, die es eigentlich so nicht geben sollte laut Gesetzgeber. Wenn ich jedoch eine Messung an jedem Punkt der Anlage machen würde und die Wirksamkeit des Potentialausgleiches hinterfragen würde, dann hätte ich schon bald ein Problem meine Termine einhalten zu können.

      IdR ist es jedoch so, dass Erdungskreise zueinandere einen möglichst kleinen Wiederstand haben (wird geprüft). Ist dies der Fall, dann kann man davon ausgehen, dass der Erdungskreis im Schacht eine vergleichbare Sicherheit wie der Erdungskreis im Schaltschrank liefert.

      SVs, die auf das Milliamperchen genau bewerten sind kleine Ferkel. Sag ich mal jetzt so. Es gibt Messungenauigkeiten und Tagesformen der SVs beim Messen. Wenn man sich aufgrund der Schleife nicht sicher ist, weil paar Ampere fehlen, na dann knallt man halt eine Drahtbrücke rein, wenn man mutig ist und kräftig genug, um den Monteur festzuhalten ;)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von TUEVler ()