Zum Kassieren oder wie werfe ich die Gelddruckmaschine an.

    • Mal Butter bei die Fische oder wie das heißt.

      Normen können oftmals verschieden ausgelegt werden.

      Ein Notrufsystem erhöht die Sicherheit nicht. Es nimmt dem Betreiber nur die Pflicht, ständig einen Aufzugswärter in der Nähe zu haben.
      Denn wenn ein Betreiber das so geregelt hat, wie es seit eh und je schon vorgeschrieben war, dass der Aufzug nur betrieben wird, solange ein Aufzugswärter erreichbar ist, sind wir beim gleichen Sicherheitsstandard.

      Laut TRBS 1121 8.7a (Erneuerung der Notrufeinrichtung) und 8.7b (Änderung der Notrufeinrichtung) wird die Ausführung nach EN81-28 empfohlen.
      Wenn ich jetzt die alte Hupe drin lasse, habe ich die Notrufeinrichtung nicht geändert. Ich habe lediglich ein zusätzliches, autarkes System dazu gebaut.

      Wie gesagt, ist Auslegungssache.

      Ansonsten wird 8.7 a und b jeweils als Änderung nach Betriebssicherheitsverordnung §2 Abs 5 kategorisiert.

      Liest man sich jetzt die TRBS 1121 genau durch, findet man folgendes:

      3.1 Prüfung nach einer Änderung
      Nach § 14 Absatz 2 BetrSichV darf eine Aufzugsanlage nach einer Änderung nur in
      Betrieb genommen werden, wenn sie hinsichtlich ihres Betriebs auf ihren ordnungsgemäßen
      Zustand durch eine zugelassene Überwachungsstelle geprüft worden ist,
      soweit der Betrieb oder die Bauart der Anlage durch die Änderung beeinflusst wird.

      Durch die Nachrüstung eines Notrufes wird weder der Betrieb noch die Bauart der Anlage beeinflusst.
      Es funktioniert ja alles noch wie vorher. Ergo. Keine extra Abnahme.

      Gruß Jürgen
    • @Jürgen2

      Ja, das ist korrekt. Jedoch geschieht das Umrüsten auf ein Fernnotrufsystem eigentlich nicht ohne Grund. Meistens konnte vor dem Umrüsten die Notbefreiung nicht ausreichend gewährleistet werden (fehlende oder nicht wahrnehmbare Sirene) oder man beschliesst den lokalen Notbefreiungsdienst (z.B. Pförtner, Hausmeister, Sicherheitsservice) umzuorganisieren oder ganz wegzustreichen.

      Wir haben somit je nach Fall in der Tat eine Änderung bzgl. des Betriebes der Aufzugsanlage im Hinblick auf das Notbefreiungskonzept. Aus diesem Grund gibt es in der Tabelle in A1 der TRBS 1121 die Punkte 8.7 a und b.

      Beim Erneuern eines bestehenden Notrufsystem streiten sich dabei die Geister. Wenn das vorherige Notrufsystem bereits alle Anforderungen an den Stand der Technik erfüllte, wird das eher als eine Instandhaltungsmaßnahme angesehen, wenn ein anderes Gerät eingebaut wird. Dem TÜV-Sachverständigen wird das idR auch nicht auf Anhieb auffallen. Sollten jedoch Eingriffe in die Steuerung durch zusätzliche Schnittstellen (z.B. für die Missbrauchserkennung) erfolgt sein, dann wäre das wiederum abnahmepflichtig.
    • Es ist eben so das die Normengebenden Gremien offensichtlich nicht so "korrekt" denken wie die auf Wirtschaftlichkeit arbeitenden ZÜSse. Denn wenn da einer dran gedacht hätte, dann hätte man die NRSe explizit nicht als "Sicherheitsrelevant" im Sinne einer sofortigen Abnahmeverpflichtung rausgenommen. ...Vielleicht kann man dasja in der Zukunft mit reinnehmen, damit die ZÜSse das auch vertreten können!? ;)

      ...Aber dann wird bestimmt wieder der nächste Paragraph gefunden der eine ausserordentliche Prüfung wieder zwingend notwendig macht...

      Notrufe24
      Ein "Fahrstuhl" fährt vorwärts, rückwärts, rechts und links! ...wenn unser Aufzug das macht dann isser kaputt ! :whistling:

      Mit Sicherheit
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    • Notrufe24 schrieb:

      Es ist eben so das die Normengebenden Gremien offensichtlich nicht so "korrekt" denken wie die auf Wirtschaftlichkeit arbeitenden ZÜSse. Denn wenn da einer dran gedacht hätte, dann hätte man die NRSe explizit nicht als "Sicherheitsrelevant" im Sinne einer sofortigen Abnahmeverpflichtung rausgenommen. ...Vielleicht kann man dasja in der Zukunft mit reinnehmen, damit die ZÜSse das auch vertreten können!? ;)

      ...Aber dann wird bestimmt wieder der nächste Paragraph gefunden der eine ausserordentliche Prüfung wieder zwingend notwendig macht...

      Notrufe24
      Das ist doch wie überall so. Es gibt Theoretiker, Praktiker und Ahnungslose, die irgendwie versuchen ein Konsens zu finden. Mal hat der eine und dann der andere die Oberhand. Warum verändern sich überhaupt so oft die Regelwerke? Na weil man sich nicht einig ist und ständig irgendetwas mit großer Zeitverzögerung nachgebessert wird. Bestes Beispiel ist wohl die Anforderung der elektrischen Überprüfung. Ein Trauerspiel, welches bei uns SVs für Kopfschütteln gesorgt hat. Oder aktuell der Abgleich des Betriebes der Aufzüge nach state of the art. Da muss man aufpassen, dass einem vom vielen Kopfschütteln nicht schwindelig wird.
    • Da hast Du wohl recht! ...Allerdings zeigt das natürlich auch dasund wo es krankt! Ich habe ja nichts gegen Theoretiker, ...aber sehr wohl was gegen ahnungslose Theoretiker! Was haben solche Leute in Fachgremien zu suchen???

      Bevor mir auch schwindelig wird wünsche ich noch ein frahes neues Jahr!

      Notrufe24
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