Notfallplan

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    • Notfallplan

      Hallo,

      als Betreiber von Aufzugsanlagen stelle ich mir die Frage, wo Notfallpläne zu hinterlegen sind, damit diese auch gelesen und im Notfall vor Ort vorhanden sind.

      Der Tagbetrieb ist dabei ja nicht besonders kritisch, weil da unsere Hausmeister (zugleich Aufzugswärter) vor Ort sind.

      Kritisch wird es, wenn ein Alarm in den Nachtstunden oder an Wochenenden ausgelöst wird.

      Der Notruf aus der Kabine ist zwar über die Notrufzentrale sicher gestellt, aber das was anschließend abgeht, wird wohl jedesmal von einem anderen Mitarbeiter durchgezogen. Das gilt im schlimmsten Fall auch für die Feuerwehr.

      Es ist davon auszugehen, dass diese Mitarbeiter die Wege nicht wirklich kennen. Da ist jede Minute unnötiger Zeitverlust, besonders wenn eingeschlossene Personen zu befreien sind.

      Wo hinterlegt man also Schlüssel, Wege- und Notfallpläne?

      Bin für jeden guten Tipp dankbar.

      Gruß

      Michael :/
    • Hallo,

      Notfallpläne sollten an der Haupzugangsstelle ersichtlich sein, wenn sie dort nicht ersichtlich sind, aus welchen Gründen auch immer, sollte ersichtlich sein wo dieser zu jeder Zeit einzusehen ist.
      Schon vor den Zeiten des Notfallplans, sollte betreffende Wartungsfirma in der Hauptzugangsstelle ersichtlich sein.
      Feuerwehr ist auch immer ein Thema, hier kurz was dazu:
      Vor einigen Wochen und das in regelmäßigen Abständen durfte ich betreffende Feuerwehrleute in Aufzuganlagen einweisen. Hier sehe ich auch kein Problem, dieses durchzuführen. Die Feuerwachen sind Ortsgebunden

      Personenbefreiung:
      Hier zählen nicht die Minuten! Was zählt ist: Wann ist die Befreiung eingeleitet! Innerhalb von 20 Minuten ist das gewährleistet! In dieser Zeit ist jemand unterwegs.
      Was am meisten Gewicht hat: Ist die Sicherheit! Für den Befreier und die Befreienden!

      Wege und Schlüssel: Es gibt "Brandfallplane" Wo bin ich? Wo muss ich hin? Der Schlüßel für den Maschinenraum, sofern einer vorhanden ist: Schlüßelkasten mit Glasscheibe an der Tür zum Maschinenraum.

      Das alles ist natürlich zu hinterfragen, ich kann mir vorstellen das es Örtlichkeiten gibt wo es einfach nicht durchführbar ist.

      Hier bietet sich ein Schlüsseltresor am Gebäude an, auf diesen sollte eine Wach- und Schließgesellschaft zugreifen können, diese verfügen dann auch über geschultes Personal um Personen befreien zu können.

      Gruß André

      warum einfach? wenn es auch kompliziert geht?
    • Hallo,
      das mit dem Notfallplan ist eigentlich ganz einfach, im Anhang 1 Punkt 4.1 Satz 3 heißt es


      (Auszug aus der BetrSichV)

      4. Besondere Vorschriften für Aufzugsanlagen

      4.1 Wer eine Aufzugsanlage nach Anhang 2 Abschnitt 2 Nummer 2 Buchstabe a betreibt, hat dafür zu sorgen, dass im Fahrkorb der Aufzugsanlage einZweiwege-Kommunikationssystem wirksam ist, über das ein Notdienst ständig erreicht werden kann.

      Bei Aufzugsanlagen nach Satz 1 ist ein Notfallplan anzufertigen und einem Notdienst vor der
      Inbetriebnahme zur Verfügung zu stellen, damit dieser auf Notrufe unverzüglich angemessen reagieren und umgehend sachgerechte Hilfemaßnahmen einleiten kann.

      Sofern kein Notdienst vorhanden sein muss, ist der Notfallplan nach Satz 2 in der Nähe der Aufzugsanlage anzubringen.

      Der Notfallplan nach Satz 2 muss mindestens enthalten:
      a) Standort der Aufzugsanlage,
      b) Angaben zum verantwortlichen Arbeitgeber,
      c) Angaben zu den Personen, die Zugang zu allen Einrichtungen der Anlage haben,
      d) Angaben zu den Personen, die eine Befreiung Eingeschlossener vornehmen können,
      e) Kontaktdaten der Personen, die Erste Hilfe leisten können (zum Beispiel Notarzt oder Feuerwehr),
      f) Angaben zum voraussichtlichen Beginn einer Befreiung und
      g) die Notbefreiungsanleitung für die Aufzugsanlage.

      Somit ergibt sich für mich folgendes:

      Im Anhang 1 der Betriebssicherheitsverordnung steht somit eindeutig wann und für welche Aufzüge ein Notfallplan an der Anlage hinterlegt werden muss.

      Wenn man den Punkt 4.1 Satz 3 richtig liest, gilt die Hinterlegung ander Anlage nur für Kleingüter, Lastenaufzüge und VereinfachteGüteraufzüge gefordert.

      Aber da es zum Beispiel im Satz 4 unter Absatz b) Arbeitgeber und nichtBetreiber heißt, sowie im Absatz d) …..Befreiung EingeschlossenerPersonen….. kann dies für solche Aufzüge auch nicht gelten.

      Bei Personenaufzüge MUSS immer ein Notdienst (z. B. Aufzugswärter, Notrufzentrale usw.)
      vorhanden sein, also ist kein Notfallplan in der Nähe des Aufzuges notwendig

      Die Forderung der zuge.lassenen Überwachungsstellen, dass ein Notfallplan an der Personenaufzugsanlage angebracht sein muss, entbehrt somit jeglicher Grundlage.