Notfallplan, anlagenspezifische Befreiungsanleitung

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  • Notfallplan, anlagenspezifische Befreiungsanleitung

    Hallo liebe Kollegen,
    wie schaut es denn bei euch mit der Gestaltung der Notfallpläne und der spezifischen Anleitungen aus?
    So ein kleiner Hinweis in den Prüfprotokollen und manche Betreiber verfallen in Panik.
    Es gibt ja auch noch einiges an Unklarheit, wo soll der Notfallplan hinterlegt werden, wer kann ihn einsehen etc.
    Die Einen sagen, vor Ort z.B. am schwarzen Brett (was logisch wäre) die Anderen, in der Leitwarte. Anfrage des Sachverständigen in der Leitwarte "ja haben einen, dürfen den auber aus datenschutzgründen nicht vorlesen".
    Befreiungsanleitungen: auch so ein hickhack, einige SV würden eine bebilderte Anleitung, individuell für jeden Aufzug (bei einem Anlagenbestand von 700 St. kann man da 2 Leute beschäftigen) die anderen SV sagen, es genüge das entsprechende gelbe Schild von Wunderle.
    Naja, Arbeitsbeschaffung, so sehe ich das momentan, für eine Branche, die eh genug zu tun hat!
    Gruss
    Ralle
    warum durch Langeweile sterben, wenn es auch vor Müdigkeit geht
  • Etwas Genaues kann dir da wohl aktuell noch niemand sagen, es wird wohl auch von ZÜS zu ZÜS unterschiedlich gehandhabt. Ich kann daher nur sagen, wie es bei uns hier in der Gegend gehandhabt wird.

    Zum Thema Notfallplan: Bei Anlagen mit NLS ist davon auszugehen, dass er in der Leitwarte vorliegt. Der SV kann bestimmte Teile des Plans abfragen, die Leiwarten bei uns erteilen Auskünfte. Ansonsten genügt hier in der Regel der Plan im Maschinenraum (so akzeptieren es die SVs hier. Klar kann man hier über die Sinnhaftigkeit streiten, im Zweifel irgendwo aussen an der Anlage oder am schwarzen Brett) .

    Das Thema Notbefreiungsanleitung wird bei uns so gehandhabt, dass sie eben plausibel sein muss. Eine bebilderte Anleitung ist mit Sicherheit weit über das Ziel hinausgeschossen, aber der gelbe Zettel passt eben auch oft, gerade bei Anlagen mit UCM oder elektrischer Bremslüftung nicht mehr.
  • Bei Anlagen welche über das NLS bei uns auflaufen gibt es keine probleme, das gelbe Schild im MR langt.

    Ein Kunde welcher den Notruf intern, über ein normales Telefon, abarbeitet hat aber bei uns fast ein halbes Jahr gebraucht bis die ZÜS mit seinem Notfallplan zufrieden war.

    Ein anderer Kunde hat damit wiederum überhaupt keine Probleme. Der hat nur dann aber für jede Anlage eine genaue Beschreibung zur Personenbefreiung erstellt. Das gelbe Schild ist natürlich immer vorhanden. Die ZÜS hat dort nie etwas zu bemängeln, vermutlich weil spätesten 10 min jemand an der Anlage ist und es nichts wichtigeres gibt als die Leute aus dem Aufzug zu bekommen.
    Notfalls mit Hilfe der Feuerwehr. Wenn die kommt gibt das Material schon nach und die Leute kommen raus.
    Wenn einer Im Aufzug steckt, immer mit der Ruhe. Der läuft nicht weg.
  • Moin,

    im Prinzip ist es ja simpel, ich nehme hier den Datenschutz mal aus.
    Tuev Süd
    Tuev Nord
    Tuev Saar
    TÜV Thüringen

    Wie man sieht: Die Namensgebung für den Aufzugwärter, den es ja in diesem Terminus eigentlich nicht mehr gibt ist abweichend. Der Klarheit halber heißt er bei unseren Notfallplänen immer noch Aufzugwärter und nicht befähigte Person.
    Bei uns wird er in der Hauptzugangsstelle angebracht. So wie es immer üblich war. Hier findet sich in der Regel ja auch die Wartungsfirma.
    Die zugelassene Überwachungsstelle sollte klar aus der Prüfplakette zu ersehen sein.

    Zu der Inaugenscheinnahme drückt sich Kone fein aus:
    Inaugenscheinnahme
    Der Aufzugwärter ist also wieder gefordert. Nachtrag: Der Bergriff: Aufzugwärter, wird wiederbelebt.

    Gruß André

    warum einfach? wenn es auch kompliziert geht?
  • Wenn ich zur Wiederkehrenden Prüfung oder Zwischenprüfung komme und von Betreiberseite jemand da ist, gebe ich ich im die Dokumente (Notfallplan und VDTüv -Blatt aufzugsextrerne Einrichtungen) direkt an die Hand. Erkläre es ihm noch ,aber ausfüllen darf ich es wiederrum nicht.
    Desweiteren sage ich ihm, er soll 2 Ausfertigungen davon machen. Eine an die Hauptzugangsstelle, sowie eine als Kopie ins Prüfbuch.
    Da wir es erst in 2 Monaten kontrollieren müssen, frage ich momentan meist noch nicht bei den Notrufzentralen nach. Sollten wir von dort aber keine Auskunft bekommen , wirds sicherlich einen Mangel oder Hinweis geben.

    Gruß backwarenladen
  • backwarenladen schrieb:

    Wenn ich zur Wiederkehrenden Prüfung oder Zwischenprüfung komme und von Betreiberseite jemand da ist, gebe ich ich im die Dokumente (Notfallplan und VDTüv -Blatt aufzugsextrerne Einrichtungen) direkt an die Hand. Erkläre es ihm noch ,aber ausfüllen darf ich es wiederrum nicht.
    Desweiteren sage ich ihm, er soll 2 Ausfertigungen davon machen. Eine an die Hauptzugangsstelle, sowie eine als Kopie ins Prüfbuch.
    Da wir es erst in 2 Monaten kontrollieren müssen, frage ich momentan meist noch nicht bei den Notrufzentralen nach. Sollten wir von dort aber keine Auskunft bekommen , wirds sicherlich einen Mangel oder Hinweis geben.

    Gruß backwarenladen
    Das handhabe ich ähnlich. Wenn es keinen Fernnotruf gibt, ist der Notfallplan an der Hauptzugangsstelle und z.B. an der Pförtnerstelle ganz gut aufgehoben.

    Das mit der Befragung der Fernnotrufzentrale ist besonders dann wichtig, wenn der Zugang zur Anlage außerhalb der üblichen Geschäftszeiten etwas erschwert ist.

    Die Standard-Notbefreiungsanleitung ist bei den meisten Anlagen vollkommen ausreichend. Eine fotodokumentierte Anleitung ist nur dann erforderlich, wenn paar besondere Handgriffe notwendig sind.
  • backwarenladen schrieb:

    Da wir es erst in 2 Monaten kontrollieren müssen, frage ich momentan meist noch nicht bei den Notrufzentralen nach. Sollten wir von dort aber keine Auskunft bekommen , wirds sicherlich einen Mangel oder Hinweis geben.
    ...ist zwar nun schon ein Weilchen her, aber nun muss ja auf Notfallplan geprüft werden. Was erwrtet ihr denn für fernmündliche Angaben die den Datenschutz nicht verletzen würden ?

    Wir, die Notrufzentralen, bewegen sich da nämlich auf ganz dünnem Eis wenn wir fernmündliche, offen mitzuhörende (Lautsprecher in der Kabine) Angaben zu natürlichen Personen machen würden!

    Wir haben bisher das vorliegen des Notfallplans bestätigt und u.U.noch das Wartungs- bzw. Befreiungsunternehmen angegeben. ...Hat bislang gereicht. Weiter würde ich auch nicht gehen wollen. Die Beschreibug des Weges zum MR der z.B. im Keller liegt könnte auch eine Wegbeschreibung für einen Einbrecher werden... ;)

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  • Wenn die ZüS das prüfen möchte ob der Plan, der ja ebenfalls im Haus hängt reell und korrekt ist kann er doch selber den Betreiber etc. anrufen und das überprüfen oder?

    Es muss ein Plan vorhanden sein. Ist er ja wenn Ihr den habt und er vor Ort liegt. Wenn der Prüfer dann soweit gehen möchte alle Angaben zu überprüfen soll er doch alle anrufen und es testen?!
  • Lefrog1911 schrieb:

    Wenn die ZüS das prüfen möchte ob der Plan, der ja ebenfalls im Haus hängt eell und korrekt ist kann er doch selber den Betreiber etc. anrufen und das überprüfen oder?

    Lefrog1911 schrieb:

    Es muss ein Plan vorhanden sein. Ist er ja wenn Ihr den habt und er vor Ort liegt. Wenn der Prüfer dann soweit gehen möchte alle Angaben zu überprüfen soll er doch alle anrufen und es testen?!

    Jepp, aber es heisst das KEIN Notfallplan vor Ort vorhanden sein MUSS, wenn der Aufzug auf eine ständig besetzte Stelle aufgeschaltet ist! Dann MUSS dieser in der NRZ vorliegen und NUR dort. In der Regel wird der Prüfer dann also keinen vor Ort zum prüfen vorfinden...

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