Notfallplan, anlagenspezifische Befreiungsanleitung

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  • NRZ, heißt jetzt Notrufzentrale(nur mal so als Anmerkung)? Bei Fernnotruf kein Notfallplan, habe ich das jetzt richtig verstanden?

    Notrufe24 schrieb:

    Jepp, aber es heisst das KEIN Notfallplan vor Ort vorhanden sein MUSS, wenn der Aufzug auf eine ständig besetzte Stelle aufgeschaltet ist!
    Wo steht das? Was ist mit der Inaugenscheinnahme? Was mit den Aufzugwärtern? Was mit dem Betreiber.
    Im Umkehrschluss sitzen wir das jetzt bis 2020 aus, dann muss ja eh keiner mehr vor Ort sein.
    Seit wann verfügt die NRZ über Betreiberdaten? Mit Anschrift und Verfügungsberechtigten?

    Sollte dieses evt. von den NRZverschieden gehandhabt werden?

    Gruß André

    warum einfach? wenn es auch kompliziert geht?
  • Also zur Inbetriebnahme einer neuen Anlage lasse ich mir immer den Notfallplan zeigen, der an die Zentrale geschickt wird. Dieser muss plausibel sein.

    Ansonsten interessiert mich bei wiederkehrenden Prüfungen nur, ob die Notrufzentrale weiß, wie man überhaupt zum Aufzug gelangen kann, falls die Zuwegung komplizierter sein sollte (z.B. Bankgebäude oder Schule). Die Angaben über den aktuellen Betreiber sind kaum relevant im Moment der Personenbefreiung. Es sei denn, dass dieser eben den Zugang ermöglichen muss.

    Ihr dürft den Notfallplan nicht als Formular verstehen, welches die ZÜSen jetzt plötzlich verlangen. Das Formular ist nur eine Vorlage wie solch ein Plan aussehen kann. Im Grunde geht es wirklich nur darum, dass sich jemand Gedanken darüber gemacht hat, wie man überhaupt den Zugang zur Anlage und die Personenbefreiung ermöglichen kann. Und dafür ist dieser Notfallplan eben da.
  • Andre schrieb:

    NRZ, heißt jetzt Notrufzentrale(nur mal so als Anmerkung)? Bei Fernnotruf kein Notfallplan, habe ich das jetzt richtig verstanden?
    Jepp, NRZ richtig verstanden! KEIN Notfallplan, falsch verstanden! :)
    ...Es muss dann nur keiner an der Anlage hinterlegt sein (DARF aber natürlich auch dort liegen). Im Falle einer Aufschaltung auf eine NRZ ist dieser nur in der Notrufzentrale zwingend notwendig! Macht ebenauch Sinn, da man ja kaum mal eben denMitarbeiter der NRZ andieAnlage in Kölle schicken kann um den Notfallplan einzusehen! ;)
    Bei Neuaufschaltungen wird dieser angefordert bzw. mit dem Datenbogen eingereicht. Auch wir bieten einen Notfallplan für unsere Kunden auf unserer Webseite an. Hier werden, wie schon erwähnt, ein paar wichtige Daten mehr abgefragt als in manch anderen Notfallplänen. Schwierig ist es bei Altanlagen die seit vielen Jahren aufgeschaltet sind. Dort werden nach unserer Erfahrung KEINE Notfallpläne nachgereicht (obwohl dies meines Erachtens so sein müsste).
    ....Allerdings muss man dabei bedenken das die Daten zur Befreiung aus diesen Anlagen natürlich trotzdem bereits seit vielen Jahren bei uns vorliegen. Was fehlt sind halt solche unwichtigen Daten wie die Betreiber (unwichtigg wenn sie nichts mit der Befreiungskette zu tun haben). Dies ist also unkritisch. Allerdings obliegt es unseren Kunden uns Änderungen an den Befreiungssituationen mitzuteilen und die plausibilität sicherzustellen. Die Zuwegung zu den Anlagen ist z.B. bei Fremdbefreiern (Sicherheitsunternehmen) in unserem Falle in allen bei der Objektbegehung erstellten Alarmkarten beim Nachunternehmer vermerkt (da wo es Sinn macht, denn der muss ja hin zur Befreiung). Wir gehen aber in der letzten Zeit so weit, dass wir uns auch die erstellten Alarmkarten zusenden lassen.


    TUEVler schrieb:

    Also zur Inbetriebnahme einer neuen Anlage lasse ich mir immer den Notfallplan zeigen, der an die Zentrale geschickt wird. Dieser muss plausibel sein.
    Das ist doch schonmal was um die Plausibilität sicher zu stellen.

    TUEVler schrieb:

    Ansonsten interessiert mich bei wiederkehrenden Prüfungen nur, ob die Notrufzentrale weiß, wie man überhaupt zum Aufzug gelangen kann, falls die Zuwegung komplizierter sein sollte (z.B. Bankgebäude oder Schule).
    Das heisst aber nur das Du das Vorliegen abfragst, oder? Denn die detailierte Wegbeschreibung über einen Notruf auszugeben wäre grob fahrlässig und eventuell haftungsrelevant für die NRZ (wenn jemand eines aufgrund dieser Beschreibung entstandenen Schadens woanders hin abwälzen möchte). Ich bin da schon ganz gern vorsichtig! Und wie gesagt, eine Wegbeschreibung zur Anlage bzw. Maschinenraum liegt uns hier nicht immer vor.

    Aber da Du ja die Plausibilität bei Abnahme prüfst, ist ja auch nur die Angabe das der Notfallplan in der NRZ vorliegt vollkommen ausreichend, oder?

    Wenn z.B. das Aufzgsunternehmen selbst die Befreiung organisiert, oder diese von eingewiesenen Aufzugswärtern durchgeführt wird (alle natürlich ortskundig) wird diese Wegbeschreibung EIGENTLICH nicht gebraucht, ...sollte man denken.
    Allerdings sind wir natürlich darauf angewiesen, dass bei komplizierteren Wegen vor Ort, selbst bei eben genannten Befreiern, eine Wegbeschreibung in der Zentrale selbst hinterlegt ist, um z.B. notwendig werdende Feuerwehreinsätze (bei Ausfall oder Nichterreichen der Befreier) entsprechend betreuen zu können!

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  • Andre schrieb:

    Seit wann verfügt die NRZ über Betreiberdaten? Mit Anschrift und Verfügungsberechtigten?

    Sollte dieses evt. von den NRZverschieden gehandhabt werden?
    Das kann schon sein das die NRZs das unterschiedlich handhaben. Wir fragen in unseren Datenbögen den Betreiber schon seit Beginn ab (auch mit Anschrift)! Aber natürlich nicht den Verfügungsberechtigten!

    Das ist ja eigentlich auch gar nicht notwendig wenn der Betreiber nichts mit der Befreiungskette zu tun hat. Ich denke mal da hat sich einer bei den Gremien Gedanken darüber gemacht wie er das "Formular" möglichst voll bekommt! ;)

    Das zeigt ja schon die 99% Feuerwehr 112 als Erste Hilfe... ;)
    Einen Ersthelfer aus dem Bett zu klingeln bei nächtlichen Einsätzen (oder auch bei Einstz am Tage) macht doch keinen Sinn! Bei notwendiger ärztlicher Versorgung ist doch in 99% sowieso die Feuerwehr mit Notarzt am schnellsten. ...Und vor allem führen die dann auch alle notwendigen Folgeschritte ohne weitere Verzögerung durch (Einlieferung Krankenhaus, Intensivmedizin usw.).

    Zum Gedanken der Inaugenscheinnahme hat ja der TUEVler schon was geschrieben (Plausibilitätsprüfung des Notfallplanes bei Abnahme).

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  • Notrufe24 schrieb:

    Das heisst aber nur das Du das Vorliegen abfragst, oder? Denn die detailierte Wegbeschreibung über einen Notruf auszugeben wäre grob fahrlässig und eventuell haftungsrelevant für die NRZ (wenn jemand eines aufgrund dieser Beschreibung entstandenen Schadens woanders hin abwälzen möchte). Ich bin da schon ganz gern vorsichtig! Und wie gesagt, eine Wegbeschreibung zur Anlage bzw. Maschinenraum liegt uns hier nicht immer vor.
    Aber da Du ja die Plausibilität bei Abnahme prüfst, ist ja auch nur die Angabe das der Notfallplan in der NRZ vorliegt vollkommen ausreichend, oder?

    Wenn z.B. das Aufzgsunternehmen selbst die Befreiung organisiert, oder diese von eingewiesenen Aufzugswärtern durchgeführt wird (alle natürlich ortskundig) wird diese Wegbeschreibung EIGENTLICH nicht gebraucht, ...sollte man denken.
    Allerdings sind wir natürlich darauf angewiesen, dass bei komplizierteren Wegen vor Ort, selbst bei eben genannten Befreiern, eine Wegbeschreibung in der Zentrale selbst hinterlegt ist, um z.B. notwendig werdende Feuerwehreinsätze (bei Ausfall oder Nichterreichen der Befreier) entsprechend betreuen zu können!

    Notrufe24
    Die eigentliche Beschreibung der Zuwegung ist nicht wirklich interessant. Interessant für mich ist, dass bei der NRZ überhaupt bekannt ist, um was es sich für ein Objekt handelt, ob eine Wegbeschreibung vorliegt und wer im Notfall zusätzlich zu verständigen ist. Z.B. haben viele Schulen keinen Schlüsseltresor. Dann will ich einfach nur wissen, ob es einen zusätzlichen 24h-Sicherheitsdienst (z.B. Securitas) gibt, der die Schlüssel für das Gebäude besitzt. Wenn der Hausmeister als einzige Person mit Schlüsselgewalt genannt würde, wäre das dann u.U. nicht ausreichend. Er könnte ja gerade in dem Moment nicht erreichbar oder selbst die eingesperrte Person sein ;) Aber all diese Informationen sind wirklich nur bei Objekten mit unklarer/erschwerter Zugangsmöglichkeit notwendig. Wie Du sagtest, es interessiert ansonsten nur, ob ein Notfallplan vorliegt.

    Das mit dem Datenschutz stimmt nämlich zusätzlich. Aber wie Du schon sagtest, die sensiblen Daten sind selten von Bedeutung für die Notbefreiungskette und somit auch für uns unerheblich.

    Man kann davon ausgehen, dass mit der Zeit die Notfallpläne nicht mehr aktuell sein werden, weil eben kaum jemanden die Angaben zum Hauptverantwortlichen interessieren werden.
  • TUEVler schrieb:

    Man kann davon ausgehen, dass mit der Zeit die Notfallpläne nicht mehr aktuell sein werden, weil eben kaum jemanden die Angaben zum Hauptverantwortlichen interessieren werden.
    ...Genau so sehe ich das auch! ...Das Blatt musste eben erstmal irgendwie gefüllt werden damit es "wichtiger" wirkt ;)

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  • Unglaublich wie über ein so ein Stück Papier diskutiert wird und sogar eine im Prüfbericht eine Einstufung 2 bekommt. Das heißt Nachprüfung und somit wieder Geld für den Tüv.

    Während wirkliche Sicherheitseinrichtungen die Menschenleben schützen( UCM , Übergeschwindigkeit nach oben etc) nur mit 1 bewertet werden.

    Mehr möchte ich zum Notfallplan nicht mehr los werden.
  • Ich bin es auch leid. Sagt mal, worüber reden wir denn? Seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, machen wir doch für die Anmeldung der Notrufe bei den Leitwarten einen Notfallplan!
    Steht doch alles drin: wer macht die Personenbefreiung, wer ist zu verständigen, wo befinden sich die notwendigen Anlagenteile, Hinweise/ Bemerkungen zur personenbefreiung, etc, pp
    Das ist u.U. umfangreicher, als in diesem bescheuerten "Notfallplan". Wen interessiert es? Klar, bei dem im Problemfall die Kacke dampft, also der NRZ!
    Wir haben einen Vertrag, in dem genau festgelegt ist, was die NRZ im Falle eines eingehenden Notrufes zu machen hat. Reicht doch. Der Sachverständige weiss auch noch, wer der Betreiber ist, also alles beieinander.
    Die Aufkleber, die für den Benutzer wichtig sind, sagen auch etwas über den Ansprechpartner aus.
    Ansprechpartner für Probleme aus. Im Zweifelsfall machen wir das. Wo ist also das Problem? Ich kenne keine Anlage, Firma, wo das nicht so gehandhabt wird.
    Ralle
    warum durch Langeweile sterben, wenn es auch vor Müdigkeit geht
  • Aus diesem Grund sollte es eigentlich kaum bzw. sehr selten zu einer Bemängelung kommen. Ich hatte bisher kaum Probleme mit den Angaben der NRZ gehabt. Bis aus das besagte eine mal mit dem Hausmeister als einziger mit Schlüsselgewalt.

    Anders sieht es jedoch z.B. in einigen Altersheimen aus. Sehr häufig gibt es nur eine Sirene oder bestenfalls eine Direktverbindung zum Schwesternzimmer. Was jedoch im Falle eines Personeneinschlusses zu tun ist, wissen die wenigsten. Der Hausmeister wird angerufen, wenn dieser überhaupt erreichbar ist, und der kümmert sich dann irgendwie darum. Das ist kein plausibles Notfallkonzept, da es zuviele Wenn's und Aber's gibt.

    Ich stimme aber zu, dass uns Sachverständigen die Freiheit gegeben werden sollte, das Fehlen eines Notfallplans auch geringer einzustufen. Es sollte wirklich nicht immer notwendig sein, dies als sicherheitserheblich einzustufen.
  • TUEVler schrieb:

    Ich stimme aber zu, dass uns Sachverständigen die Freiheit gegeben werden sollte, das Fehlen eines Notfallplans auch geringer einzustufen. Es sollte wirklich nicht immer notwendig sein, dies als sicherheitserheblich einzustufen.
    ...Alleine dieses "Zugeständnis" zeigt doch das eine solche Diskussion durchaus sinnvoll sein kann. ...Das ändert zwar nicht viel, aber immerhin hat es zum Nachdenken über das "Monument" der Vorschriften geführt!

    Abgesehen davon hat Ralle schon recht. Die relevanten Infos werden schon immer von uns im Datenbogen abgefragt und liegen also vor. ...Allerdings gibt es so manche Situation wo dann nach ein paar Jahren ein ausgelöster Notruf, mit anschließender Interventionseinleitung, zu der Erkenntnis führt, dass die angegebenen Personen 1 und 2 seit einigen Jahren bereits in Rente sind. ...Das Problem wird dann aber auch nicht durch einen Notfallplan gelöst!

    ...Selbstverständlich hat der Betreiber die Pflicht diese "Liste" seiner Befreier auf dem laufenden zu halten, aber das geschieht nach unserer Erfahrung bei MAXIMAL 1%.

    Deshalb bieten wir unseren Kunden (Aufzugsfirmen) zumindest die Möglichkeit die hinterlegten Infos zu den aufgeschalteten Anlagen Online einzusehen, um wenigstens bei Bedarf die Plausibilität zu überprüfen und gegebenenfalls Änderungen dann der NRZ mitzuteilen.

    SO, ich denke auch das es das zum Thema Notfallplan gewesen sein sollte! Alles andere wird die Zukunft zeigen...

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