Erfahrungen mit der BetrSichVO

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    • Schlussendlich wird wie was auszulegen ist, die Justiz definieren.


      Nö. Nur im harten Fall, wenn einer zu Tode gekommen oder verletzt worden ist. Oder wenn jemand begehrt aufzumucken wegen der neuen Ordnungswidrigkeits- und Strafbestände. Ein paar Dinge sind eindeutig. Aber was die Umsetzung / Anwendung in einezelnen Fachbereichen (Aufzüge) angeht, da wird es so richtig schwammig & nebulös.

      Den Rest wird deshalb keiner anfassen. Dann müsste man eindeutig Position beziehen und gleichzeitig tiefgreifende Ahnung haben. Gott behüte, da müsste Verantwortung übernommen werden! Also weiter in den Kessel und alles immer schön zusammenrühren.

      Was bleibt dann übrig? Garantiert eine Menge Unsicherheit auf allen Seiten, wie man bestimmte Dinge angeht. Und spätestens bei einer Abnahme fliegen die Fetzen, weil unterschiedliche (Falsch-)Meinungen zu Interpretationen aufeinander prallen werden. So was kommt von so was, wenn nichts klar geregelt ist. Werden unter den Voraussetzungen Aufzüge "sicher" oder "sicherer" ?


      Oder man knickt ein, macht alles mit. (Novelle von G. Keller "Des Kaisers neue Kleider") Bezahlen tut´s am Ende der Kunde. Kunden sind aber von Hause nicht doof und werden sich zu wehren wissen. Wenn Kunde nicht mehr will / kann, gibts ein eigenes Existenzproblem...
      Tolle Perspektive!


    • Was bleibt dann übrig? Garantiert eine Menge Unsicherheit auf allen Seiten, wie man bestimmte Dinge angeht. Und spätestens bei einer Abnahme fliegen die Fetzen, weil unterschiedliche (Falsch-)Meinungen zu Interpretationen aufeinander prallen werden.


      Die Fetzen werden da weniger fliegen, da sich mit der ZÜS nicht angelegt wird. Es wird vor Ort mal kontrovers gesprochen, aber das wars dann auch.
      Das braune in der Hose bestimmt den Weg. Wenn unsicher, lieber aufschreiben, auch wenn es sich im Nachhinein als völliger Unfug erweist. Oder zahlen, Hauptsache "RUHE".

      Der Berührungsschutz wäre hier so ein Unfug, entweder alles oder nichts, was bringt es Leitungsschutzschalter mit einem Berührungsschutz auszustatten und alle Haupt- und Nebenrelais liegen blank.
      Aber da ist sie wieder die VO oder was auch immer, Haupt- und Nebenrelais interessieren nicht.

      Nachtrag:
      So was kommt von so was, wenn nichts klar geregelt ist.


      Hier ist dann eindeutig der Gesetzgeber gefragt, aber wie so vieles(MAUT) ist alles nur ein Rumgewurschel bis hin zur Altersarmut von 43% des letzten Einkommens.
      Gott sei Dank und der hat wenig damit zu tun, gibt es noch die DIN13015 und weitere (Sachverstand) um vernünftig "Warten" zu können, wenn denn dann die Zeitvorgaben stimmen.
      Die elektrische Komponente wurde am Anfang mit der BGVA3 durch die Aufzugfirmen vollzogen und dieses betraf die komplette Anlage, bis der ZÜS in den Sinn kam, hier gibt es Kohle zu generieren, da gab es dann eine abgespeckte Version. Der ZÜS Prüfer entschied dann ob ihm die BGVA3 Prüfung reichte oder nicht. Bergründet wurde das damit, das viele Betreiber/Besitzer/Verwalter die BGVA3 nicht machen ließen, also wurde es bei der HP zur Pflicht.

      Ziehen wir doch mal den gesunden Menschenverstand zu Rate:
      Die Kraftbegrenzung an Kabinentüren. Die Kraft beim zufahren der Türen wird mechanisch/elektrisch Begrenzt. Es könnte ja eine Person beim schließen der Türen in Mitleidenschaft gezogen werden. NM festgelegt.
      Was ist denn, den gesunden Menschenverstand vorausgesetzt, beim öffnen derselben? Nichts!
      Abgerissene Sehnen bis hin zu Knochenbrüchen und Verstümmelungen fürs Leben. Keiner interessiert sich dafür mit welcher Kraft die Türen öffnen. Technisch ein Problem, es scheint so!
      Wo haben sie sich verletzt? Beim öffnen? Oder schließen? Beim öffnen! Da haben wir nichts mit zu tun! Fertig. Amt für Arbeitsschutz! Grund: Keine Gesetzesvorlage! Kein Handlungsbedarf.
      Vorfall: Kabine mit Glastüren, ein Kind legt seine Hände auf die Scheiben(Außentüren) die Kabine kommt, die Türen gehen auf, und patsch! Sehnen weg etc.pp. Keine Nahles geht da ran und auch sonst keiner.
      Ironie on
      Weil es technisch so schwierig zu lösen ist.
      Ironie off

      Gruß André

      warum einfach? wenn es auch kompliziert geht?
    • Moritz schrieb:

      Meine persönliche Interpretation

      Alles was vor dem 01.06.15 getan wurde, unterliegt nach §24 dem Bestandsschutz. Also haben die Dokumente weiterhin Bestand bis zum St.-Nimmerleinstag.

      Danke, ich denke auch dass das mit den Anpassungen in Bezug des Notfallplanes noch ein Riesending wird. Allerdings wird man erst mal sehen müssen wie die dann in der Praxis überhaupt aussehen KANN.

      Andre schrieb:

      Die elektrische Komponente wurde am Anfang mit der BGVA3 durch die Aufzugfirmen vollzogen und dieses betraf die komplette Anlage, bis der ZÜS in den Sinn kam, hier gibt es Kohle zu generieren, da gab es dann eine abgespeckte Version. Der ZÜS Prüfer entschied dann ob ihm die BGVA3 Prüfung reichte oder nicht. Bergründet wurde das damit, das viele Betreiber/Besitzer/Verwalter die BGVA3 nicht machen ließen, also wurde es bei der HP zur Pflicht.

      Das Themea BGVA3 hatten wir (Gruppe von Aufzugsfirmen) letztes Jahr bei einem Treffen mit den TÜV-Verantwortlichen des TÜV in Berlin. Die Unverschämtheit ist die Tatsache das ein Mann vom TÜV die vom Fachmann gemachte Dokumentation in Frage stellen kann die älter als 3 Monate ist (ich erinnere an die Gültigkeit von 4 Jahren), aber gleichzeitig eine lächerliche abgespeckte Prüfung während der HP dem Kunden als Abnahme nach BGVA3 verkauft wird. Es gilt nur den Kunden zu verunsichern um damit Geld zu verdienen. "Wenn es der TÜV sagt wirds schon stimmen". Wir haben bei diesem Treffen auch die Tatsache moniert, dass der TÜV offensichtlich keine Dokumentationspflichten der eigenen BGVA3 Prüfung sieht! Hier reicht es ein unscheinbares Häkchen im Prüfprotokoll zu setzen! IST DOCH EIN UNDING! Wir haben dort die Dokumentation der vom TÜV im Rahmen der HP durchgeführten BGVA3 mit konkreten Angaben zu den Messergebnissen eingefordert, die er ja auch von den vorliegenden Prüfunterlagen erwartet. Ausser der Absichtserklärung, dass man das mal überlegen würde, passierte natürlich nichts! Das verstehe ich als "Machtmißbrauch". ...Sollten mal überlegen ob die FIFA die einzige Organisation ist die einer Reform bedarf.

      So, und jetzt gehe ich in meinen Urlaub! Bin dann mal bis zum 22.06. "Ausser Haus"
      :thumbup: :thumbup: :thumbup:

      Schöne erste sonnige Sommertage wünsche ich Euch allen...

      Notrufe24
      Ein "Fahrstuhl" fährt vorwärts, rückwärts, rechts und links! ...wenn unser Aufzug das macht dann isser kaputt ! :whistling:

      Mit Sicherheit
      immer für Sie da !

      notrufe24.de
      facebook.com/notrufe24
    • Notrufe 24 schrieb:
      "..Das Themea BGVA3 hatten wir (Gruppe von Aufzugsfirmen) letztes Jahr bei einem Treffen mit den TÜV-Verantwortlichen des TÜV in Berlin. Die Unverschämtheit ist die Tatsache das ein Mann vom TÜV die vom Fachmann gemachte Dokumentation in Frage stellen kann die älter als 3 Monate ist (ich erinnere an die Gültigkeit von 4 Jahren), aber gleichzeitig eine lächerliche abgespeckte Prüfung während der HP dem Kunden als Abnahme nach BGVA3 verkauft wird. Es gilt nur den Kunden zu verunsichern um damit Geld zu verdienen. "Wenn es der TÜV sagt wirds schon stimmen". Wir haben bei diesem Treffen auch die Tatsache moniert, dass der TÜV offensichtlich keine Dokumentationspflichten der eigenen BGVA3 Prüfung sieht! Hier reicht es ein unscheinbares Häkchen im Prüfprotokoll zu setzen! IST DOCH EIN UNDING! Wir haben dort die Dokumentation der vom TÜV im Rahmen der HP durchgeführten BGVA3 mit konkreten Angaben zu den Messergebnissen eingefordert, die er ja auch von den vorliegenden Prüfunterlagen erwartet. Ausser der Absichtserklärung, dass man das mal überlegen würde, passierte natürlich nichts!..
      Notrufe24"


      Das war ja das, was nicht nur mir die Augen geöffnet hat, wenn man bisher dem TÜV unabhängige und fachgerechte Prüfungen der Anlagen unterstellt hatte.
      Da nehme man einen Sachverständigen (ich will nicht verallgemeinern!), Berufsbild Maschinenbau Ing, mache einen Crashkurs in Elektroprüfung, hänge ihm den gelben Kasten um und jage ihn in´s Feld. Und diese "Elektrofachkundigen" zweifeln dem gestandenen E-Meister seine Prüfungen an?
      Zu allem Hohn, bekommt man dann ein "Prüfprotokoll" was weder die elementaren Vorgaben erfüllt, noch in irgend einer Weise Rückschlüsse auf den tatsächlichen Anlagenzustand zulässt.
      Spätestens an diesem Punkt war mir(!) klar, wohin die Reise geht!
      Aber ich will nicht meckern, das endlich mal erkannt wurde, das die Anlagen nicht mehr mit Dampf betrieben werden, war ja schon ein gewaltiger Fortschritt
      :)
      Ralle
      warum durch Langeweile sterben, wenn es auch vor Müdigkeit geht
    • Jetzt haben wir wieder die Aufzugswärterfunktion, die vom Betreiber ausgeübt werden muss! Wie früher die täglichen / wöchentlichen Anlagenkontrollen. Also müssen die „Arbeitgeber“ wieder Aufzugswärter (mit Schulung zur Erlangung der geforderten Qualifikation) bestellen!
      Und der verbaute Kram in Richtung „elektrische Aufzugswärterfunktion“ ist mit dieser unverständlichen Verordnung wertlos und wandert in die Schrottonne, denn eine „Inaugscheinnahme“ setzt immer die physische Anwesenheit eines menschlichen Wesens mit seinen natürlichen Sinnen voraus.


      Diesen Punkt hätte ich gerne aufgegriffen: Elektrische Aufzugwärterfunktion.
      Unter anderem hat der Aufzugwärter zu überprüfen: Bündigkeit, Kabinenlicht, Notruf....
      Beim Fernnotruf mit Aufzugwärterfunktion werden diese Prüfungen vom System erledigt, was sich mir in den vergangenen Jahren nie so richtig erschlossen hat, war hier die Überprüfung des funktionierenden Fernnotrufes. Vielleicht kann mir hier jemand helfen?
      Der Punkt auf den ich hinaus will, ist der Alarmknopf, wie wird die mechanische Funktion dieses Buttons geprüft. Es gibt Öffner/Schließer, manche funktionieren mit einem Relais.... sollte ja bekannt sein.
      Dieser Taster kann meiner Meinung nach nur überprüft werden, wenn er mechanisch gedrückt wird.
      Frage: Klärt einen Unwissenden auf. Wie kontrolliert das System diesen Taster auf Funktion, und wie werden die Kommunikationswege(Lautsprecher/Microfon) auf Funktion überprüft?
      Ich habe hier eine Wissenslücke.

      Gruß André

      warum einfach? wenn es auch kompliziert geht?
    • @Andre

      Ganz einfach: man nehme eine Störmeldezentral nach EN/DIN/div. deutschen Gesetzen und VO : die muss bidirektional arbeiten. Der Alarmtaster verfügt über einen Elktromagneten, der von der SMZ ausgelöst wird. Magnet mit Taster zieht ein und Alarmsignal muss gehen. Nur dumm, wenn die Missbrauchserkennung scharf ist.....
    • @ Moritz
      Nur blöd das es so einen Taster nicht in echt gibt; und noch blöder das man dann immer noch auf Geräusche in der Kabine angewiesen ist. Aber eine absichtlich herbeigeführte Mittkopplung könnte da helfen; auch wieder blöd wenn jemand in der Kabine ist... ?(
      blödsinn aus...
      :D Ein Aufzug fährt ab und auf und manchmal kommt er sogar da an wo man es möchte 8o
    • hat Kronenberg noch den Taster? Um LP und Micro zu testen, haben z.B. die Teleservicegeräte die pfiffige Funktion, einen Testton (1kHz) kurz einzuspielen und das Geräusch per Micro wieder "einzufangen".
      Also technisch ist es eigentlich, bis auf die Glasscheiben, fast alles mit mehr oder weniger Aufwand umsetzbar.
      Nehmen wir es sportlich, wenn wir den überwiegenden Blödsinn mitmachen müssen, verkaufen wir es halt!
      Wie schon bei der Betriebssicherheitsverordnung, grosses Gemaule, dann doch alles fein verkauft.
      Ralle
      warum durch Langeweile sterben, wenn es auch vor Müdigkeit geht