Kunde legt selbst Hand an

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    • Kunde legt selbst Hand an

      Auch aus den letzten Beiträgen, in Bezug auf Kundenbeziehungen, fiel mir eine Begebenheit vor einiger Zeit ein.
      Aufzugswart (Haustechniker) repariert im Auftrag seines "Herrn" (Eigentümer) selbst den Aufzug. Im konkreten Fall, tauscht Türdämpfer aus, erneuert Kontaktbrücken u.a. "Kleinigkeiten".
      Wenn´s schwieriger wird, kommt die Firma zum Zuge. Lustig, das bei den Prozessoranlagen schon mal vorab per Telefon die Displayanzeige mitgeteilt wird.
      Ich hatte vor etlichen Jahren mal extremere Fälle, wo z.B. der technische Leiter einer bekannten Kaffeefirma seine Hauselektriker anwies, in der Nachtschicht die Riegelkontakte zu überbrücken, um die Produktion am Laufen zu halten. Wir hatten dann den Vertrag sofort gekündigt. TÜV und LaGetSi eingeschaltet. Selbstverständlich hätten wir die Reparatur auch um 23:00 Uhr gemacht, aber Nachtzuschläge sollten vermieden werden!
      Ein anderer Fall, nicht ganz so lange her, Elektrofirma installiert wegen Mängel aus der BetrSichV selbst Schachtlicht und baut in der Grube einen Heizungsnotschalter als Stopschalter ein.
      Nach der ersten Abwärtsfahrt lagen alle Ovalleuchten in der Grube :)
      Wir haben die Reparatur abgelehnt, wissen aber das sich ein Wettbewerber dann doch der Anlagen angenommen hat. Der Stopschalter wurde dann aber vom Sachverständigen bemnängelt. U.a. waren auch Motorschutzschalter überbrückt, Bremse falsch eingestellt u.a.
      Ich habe mich schon damals gefragt, ob die Not bei Manchen so gross ist, offensichtliche Mängel, die vom Kunden selbst fabriziert wurden, zu ignorieren und nur Teilreparaturen auszuführen. Vielleicht die Hoffnung, die restlichen Aufträge auch noch zu bekommen?
      Ralle
      (um mal wieder ein neues Thema zu eröffnen und hoffend es geht sachlich zu)
      warum durch Langeweile sterben, wenn es auch vor Müdigkeit geht
    • Mir wurde von älteren Kollegen eine etwas erstaunliche Geschichte erzählt.

      Zu der damaligen Zeit haben wir die HP bei einem Discounter durchgeführt.
      An die Anlagen sind wir nur ran gekommen wenn überhaupt nichts mehr ging.
      Das die Anlagen sich noch bewegten grenzte an Wunder da nichts gemacht wurde.
      Der Kunde stellte die Prüflast in Form von Säcken, mal Erbsen mal Reis je nachdem was er gerade hatte.
      An einer Anlage sollte bei der HP die Anlage in Fang geschickt werden.
      Der Fang löste nicht aus und die Anlage knallte auf den nicht mehr vorh. Puffer.
      Die Säcke mit der Prüflast platzen auf und der Inhalt verteilte sich in der Grube.

      Als die Kollegen sich die Fangvorrichtung angesehen haben war schnell klar warum die Kiste nicht gefangen hat. Die Fangrollen waren nicht mehr vorh.
      Der Marktleiter sagte später das die Anlage immer wieder stecken geblieben ist.
      Die Betriebshandwerker haben die Ursache beseitig und seit dem läuft die Anlage.
      Über das was geschehen ist muss sich jeder selbst seine Gedanken machen.

      Neuer Fall:

      Kreuzfahrtschiff Made in Germany läuft nun unter russischer Flagge.

      Alle Jubeljahr kommt der Kahn in die Werft und darf von Fachpersonal instandgesetzt werden.

      Dann kommen solche Sachen wie verjügte Riegelbolzen zum Vorschein.
      Einmal soll sogar der Riegelbolzen einer Verriegelung mit 2 Bolzen gefehlt haben.
      Die Crew sagte nur das nichts passieren kann da dieser Türflügel ja von dem nacheilendenden (Drehtür) Flügel festgehalten wird.

      Wenn mal ein Seil zu brüchig war und aufgespleißt ist wird es einfach abgelegt. die Anlage läuft ja auch mit 4 statt mit 5 Seilen.

      Aber wie gesagt, nur gehört ,nie gesehen
      Wenn einer Im Aufzug steckt, immer mit der Ruhe. Der läuft nicht weg.
    • Hattest du das nicht schon mal irgendwo geschrieben??? :)

      Solche Schauermärchen habe ich bisher, zum Glück, noch nie selbst gesehen/ erlebt.

      Bei Geschichten wie Potentialausgleich/ Schachtlicht durch Elektrofachbetrieb (sind wir ja auch alle oder?) Läuft dann öfters der Aufzug nicht... Müssen wir also doch hin :)

      Vielmehr habe ich das schon erlebt das die Vorgängerfirma Sicherheitseinrichtungen überbrückt haben! Stichwort Stopschalter und so...

      In diesem Sinne!

      Nice Weekend
      Was nicht passt...wird passend gemacht! 8)
    • Kann sein das ich es schon mal geschrieben habe.
      Es gibt aber Erzählungen die einfach nicht mehr aus den Kopf wollen.

      Sowas wie mit dem Schachtlicht habe ich selber gemacht.
      Stelle die Riegelrollen von oben nach unten passend zum Schwert ein.
      Die nächste Fahrt endete als die Schwelle den ersten Satz der Rollen abgefahren hatte.


      Ausserhalb vom Schacht kann es noch viel besser werden.

      Wie der Fußbodenleger der Unmengen an Nievelierestrich gebraucht hat um zu merken das seine Suppe in den Schacht läuft. Immer schön von der Schwelle in die nächste Türmechanik und weiter zur Schwelle.

      Oder der Maurer der links und recht von der Zarge seine Heraklitplatten in den Schacht geschoben hat um die Türen an zu arbeiten.

      Gebäudereiniger welche eine VA Kornschliffkabine mit einem Edelstahlschwamm reinigen. (zum Glück einen Tag nach Übergabe)

      Sub`s welche mit dem Cuttermesser die Schutzfolie in der Kabine umlaufend einschneiden um die Folie im Bereich der Decke zu entfernen. (War so häftig das es neue Kabinenwände gab)

      Besonders beliebt sind die Gebäudereiniger mit ihrem Kärcher im Bereich des ÖPNV. Nicht selten platscht es danach wenn die Kabine unten ankommt.
      Wenn einer Im Aufzug steckt, immer mit der Ruhe. Der läuft nicht weg.
    • "Kunde legt selbst Hand an!"

      klingt schaurig für die Wahl der Todesart!
      Aber bitte dann so, dass der ehrliche Servicebetrieb nicht hinterher vom Staatsanwalt als VOLLSTRECKER bzw. Gehilfe dessen angeklagt wird!
    • Hallo,

      ganz schön schaurige Geschichten; gibt bestimmt noch einige mehr.

      Bestünde die Möglichkeit, daß man als Kunde sich mit seiner Fachfirma einigt, und kleinere Defekte beheben darf?
      Allgemein gültige Aussagen kann man da schwer machen, da jede Aufzugsanlage ihre Eigenheiten hat.
      Ich denke da an defekte/durchgebrannte Lampen z. Bsp. Kabinenbeleuchtung oder Außentableauanzeigen.
      Bei durchgebrannten Sicherungen sollte man schon vorsichtiger sein und erst nach der Ursache suchen, was dann ja die Fachfirma übernehmen sollte.

      MfG Jan
    • Letzten endes ist der Betreiber für seine Anlage verantwortlich.

      Aus meiner Sicht spricht aber nichts dagegen Leuchtmittel in Eigenregie zu tauschen.
      Es gibt allerdings Altanlagen bei denen hinter der Tabloabdeckung 230V ohne Fingersicherung vorhanden sind. Hier sollte schon eine genaue Einweisung erfolgen wie die Anlage sicher abgeschaltet werden kann.
      Wenn einer Im Aufzug steckt, immer mit der Ruhe. Der läuft nicht weg.
    • Das Tauschen des Kabinenleuchtmittels ist möglich, solang man die Abdeckung hierfür nicht vom Fahrkorbdach entfernen/ öffnen muss!
      Ein Haustechniker beispielsweise...
      Das dürfen ist allerdings wieder so eine Sache... Privat ja, aber "öffentlich"?!

      Die Kontrolle der Fahrkorbbeleuchtung obliegt ja auch dem Aufzugswärter, wenn es einen gibt :) Der kann ja bei Bedarf die nötigen Schritte einleiten!

      Bei Quittungsleuchtmitteln rate ich generell davon ab!
      Was nicht passt...wird passend gemacht! 8)
    • Hallöle,
      habt ihr schon mal eine Kunststoffwanne (Abdeckung einer Kabinenbeleuchtung) schmelzen sehen?
      Ich schon und ich fand es nicht wirklich lustig weil das Plastezeug auf einen Kinderwagen getropft ist.
      So sollte es weitergehen:
      Ich finde selbst das wechseln einer Kabinenbeleuchtung ist Sache von einer Fachfirma. Wenn ein Hausmeister oder Besitzer die Leuchtmittel ersetzen will, dann sollte man vorher mal darüber gesprochen haben was und wie man eine solche "kleine Reparatur" selbst durchführen kann. Wenn das natürlich ein Elektriker macht setzt man soviel Sachverstand voraus das die Fassung und Abdeckung auch im späteren Betrieb noch heil bleiben. So gibt es denke ich auch andere Bereiche wo im deteil auch nicht Aufzugsmenschen sicher etwas selber Reparieren können wenn es vorher mit einer verantwortungsvollen Wartungsfirma abgesprochen ist.

      :D Ein Aufzug fährt ab und auf und manchmal kommt er sogar da an wo man es möchte 8o

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von elevatorfreak ()

    • Da kann doch jeder Stories mit den Auswirkungen erzählen… Ist das relevant? Sind wir schon Rentner beim Klönabend? Das manchmal "Umwerfende" gehört mit zum Leben von "Auf und Ab". Ein paar Eintags-User, Marke do-it-yourself, wollten sich hier schon dran beteiligen...

      Ich schreib mal jetzt was zu Thema "Kunde was darf er- was darf er nicht mit seinem Aufzug tun?"
      Aber Stopp! Jetzt geht's in das Reich, wohin nicht jeder hinreisen soll! Diese Zwitterstellung (ist sie!) haben wir dem Gesetzgeber zu verdanken….Kann man auch zum Vorteil machen!
      Deshalb wahrhaftig hier einen geschützten Bereich!