Zuverlässigen MRL mit guter Steuerung gesucht, für Neubau.

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    • Zuverlässigen MRL mit guter Steuerung gesucht, für Neubau.

      Tach zusammen,

      dies ist mein 1. Thread hier.
      Ich habe (noch) keine Probleme mit Aufzügen, aber bald meinen 1. Aufzug als Eigentümer in einem Mehrfamilienhaus.

      Wir müssen unseren Aufzug demnächst selbst aussuchen.
      Die Eckdaten:
      5 Haltestellen
      MRL
      reduzierte Schachtkopfhöhe max. 2,70
      Kabine für 6 Personen

      Als Eigentümer und Betreiber will ich die LANGFRISTIG beste Lösung, also möglichst wenig Probleme/Kosten.

      Wir wollen uns mit der Wartung möglichst nicht auf Lebenszeit an den Hersteler binden müssen.
      Also eine freie Steuerung die vom Hersteller nicht codiert/verriegelt wäre gut und man seine Wartungsfirma frei aussuchen kann.

      Ideal wäre eine Steuerung, bei der ich auch mal selbst die Fehlercodes auslesen könnte und die Büchse selbst neu starten könnte, wenn z.B. Überlast (durch hüpfen/Umzug) auftritt.

      Habe diese Steuerungen im anderen Thread gesehen, welcher Aufzugshersteller die verbaut bleibt aber offen.
      lisa-lift.de
      strack-lift-automation.de
      boehnkepartner.de
      newlift.de
      kollmorgen.de/
      klst-lift.de/

      Was meint Ihr zu diesen üblichen Verdächtigen, kann ich einen davon guten Gewissens kaufen der die o.g. Eigenschaften erfüllt? Kennt Ihr weitere oder bessere?

      Otis Gen2 (Gurte alle 10 Jahre neu?)
      Kone Monospace 500 (verriegelt nach 10.000 Fahrten?)
      Thyssen synergy?
      Schindler 3300
      Schmitt und Sohn (jetzt mit NEW aber trotzdem verriegelt?)

      Eine Liste mit den ganzen Tochterfirmen (von 2007) habe ich hier gefunden. Uff, jetzt bin ich erschlagen.
      lsn-aufzuege.de/Konzerne_und_d…ligungsgesellschaften.pdf

      Ich brauch doch NUR einen zuverlässigen Aufzug! :/
    • Hallo Manni,
      du solltest dich wenn du eine Ausschreibung machen willst nicht nur auf die Steuerung konzentrieren. Die kannst du wenn es blöd läuft in 10 bis 15 Jahren erneuern. Mit der Mechanik sieht das etwas anders aus. Du musst als erstes wissen was du erreichen willst, eine hohe Effizienz oder einen im Unterhalt billigen Aufzug (billige Wartung und ständiges wechseln der Wartungsfirma trägt oft nicht zum Werterhalt bei). Wenn dein Aufzug in der Anschaffung billig sein soll kommst du um die "großen" nicht rum, da bekommst du ein Produkt von der Stange was sehr gut erprobt ist aber mit individuellen wünschen ist da nichts. Lässt du Dir von einem kleinen einen Aufzug mit Komponenten zusammenstellen hast du das Risiko das irgendwas nicht so zusammen harmoniert, dafür hast du jede menge Gestaltungsspielraum. Bei den Komponenten die du ausschreiben willst ist wichtig eine Ersatzteilgarantie einzufordern, gut bei einer Insolvenz hilft das auch nicht, es gibt aber wenigstens die ersten Jahre Sicherheit.
      Die grundlegende Planung solltest du von einem Architekten der schon ein wenig Erfahrung mit Aufzügen hat überprüfen lassen, alternativ kann Dir da auch ein Aufzugsberater halfen. Das ausschreiben von "freien" Komponenten ist schon nicht verkehrt andererseits hat ein Aufzug von der Stange mit einem baldmöglichst abgeschlossenen Vollunterhaltvertrag für einen Betreiber auch was für sich. Wenn du in der Neubauphase gleich die Wartung mit anbieten lässt wird es meisten Billiger.
      So als Schlusssatz ein Rat(Weisheit :P ) "nicht die Einzelkomponenten sondern das perfekte zusammenspiel machen einen guten Aufzug.

      ps. habs vergessen zu erwähnen, denk auch an die rechtliche Beratung. Sowas schadet im Streitfall nicht und wenn man es nicht braucht schadet es auch nicht.
      :D Ein Aufzug fährt ab und auf und manchmal kommt er sogar da an wo man es möchte 8o
    • Danke für die Antworten.
      Unser Architekt macht die Ausschreibungen auch gleich inklusive (Voll-)Wartungsvertrag für die ersten Jahre. Favoriten sind die von der Stange.

      Meine Bedenken sind, dass man sich bei den "großen" für immer an deren Wartungsvertägen binden MUSS, weil die Steuerungen verrammelt sind. Die Hersteller könnten ja die Wartungskosten hochtreiben, weil kein anderer dann die Wartung/Reparaturen durchführen kann.

      Oder ist das nicht so?

      Kann und darf eine freie Wartungsfirma z.B. einen Otis, Kone o. Thyssen (inkl. Steuerung) warten? Haben die dann die original Diagnosetools vom Aufzugshersteller?

      Sonderwünsche haben wir eigentlich keine. Also der Aufzug von der Stange ist voll OK, solange die Daumenschraube für Wartungsverträge nicht zugedreht wird.

      Manni
    • Eine Wartung usw. können auch Mitbewerber an Fremdanlagen machen

      Das Problem ist teilweise die Ersatzteilversorgung sowie auch die Zugriffsmöglichkeiten auf die Steuerung (da bestimmte Tools verwendet werden oder auch mit Passwörter die Steuerung abgeriegelt wird, und es gibt einen Hersteller der auch keine Passwörter rausgibt anhand der verwendeten Komponenten die eingesetzt werden)

      Schindler verwendet auch gurte
      bei schmitt und sohn kommen kunsstoffumantelte Tragseile zum Einsatz welche auch in einen bestimmten Intervall erneuert werden müssen.

      Am besten kommt man im gesamten weg wenn man zu einen kleineren Mittelständer geht. Da ist zwar der Neubau bissel teurer aber die Unterhaltungskosten auf Dauer preiswerter so das dies sich in paar Jahren sich rechnet.

      Eine Vollunterhaltung macht eher Sinn wenn man die Verträge lange laufen lässt da in der Anfangszeit (4 Jahre mit Wartungsvertrag) eine Gewährleistung vorhanden ist und die Verschleißteile da nicht so teuer sind. Denn wenn man nach 5 Jahren mit einen anderen Unternehmen einen VU Vertrag abschließt kostet der viel mehr da man damit rechnet das in diesen Zeitraum bissel mehr kaputt gehen kann.
    • Ich hoffe euer Aufzugsschacht wird schalltechnisch vom Rest des Gebäudes getrennt.
      Selbst die guten MRL Seilanlagen erzeugen Geräusche welche nachts sehr störend sind.

      Daher rate ich zu einer Seilhydraulikanlage mit MR bzw. Maschinennische in der hintersten Kellerecke.

      Es gibt zwischen KOTS und den kleinen Herstellern noch einen Mittelweg.
      Eine kpl. Anlage von z.B Liftmaterial.
      Diese werden zwar auch von den kleinen Firmen eingebaut, sind jedoch viel günstiger als wenn die kleine Firma selber konstruieren muss.

      Sollte es ein Hydrauliker werden so lass die Finger von GMV.
      Hier würde ich ausschlieslich zu Bucher (geregelt, ohne FU) raten.
      Wenn einer Im Aufzug steckt, immer mit der Ruhe. Der läuft nicht weg.
    • Hallo,
      ich schieß wohl wieder quer:
      Unser Architekt macht die Ausschreibungen auch gleich inklusive (Voll-)Wartungsvertrag für die ersten Jahre. Favoriten sind die von der Stange.

      Vollwartungsvertrag für eine Neuanlage? Klar hier liegt der € begraben und in den Folgekosten.
      Garantie ist freiwillig! Gewährleistung Gesetz! Verdeckte Mängel 5 Jahre!
      Frequenzgeregelter Antrieb(Umrichter): je nach Temperatur und Umgebung: 10 Jahre und raus.
      Selbst OTIS bietet freie Steuerungen an, Bionic von Schindler, hier blicken selbst die eigenen Mitarbeiter ohne Handbuch nicht durch, da alle Nase lang Veränderungen stattfinden.
      So geht es munter weiter.
      Persönlich, mit den geringsten Folgekosten(sofern keine Wassergefährdung vorliegt) Hydraulik.
      Wenn es Hydraulik ist, die neuen Karten für LRV(Bucher) machen auch nur 1,3 Millionen Fahrten.
      Es sieht also so aus: Die heutige Generation von Aufzügen wird das Lebenalter der vorigen Generation nicht erreichen.
      Repariert wird nicht mehr, raus und neu. Was auch mit dem Eingriff in die Bauteile zu tun hat(Baumustergeprüft).

      Gruß André

      warum einfach? wenn es auch kompliziert geht?
    • Vollwartungsvertrag die ersten Jahre macht keinen Sinn. Sehe ich ein.

      Der Schacht ist nicht entkoppelt, es wurde drauf geachtet, dass kein Schlafzimmer an den Schacht angrenzt.
      Wir hatten eigentlich an einen Seilaufzug gedacht. Eine Seilhydraulik ist doch vermutlich wegen des Zylinders schon viel teuerer, denke ich mal so.

      MRL ist gesetzt.

      Ich weiß, das ist ja etwa so wie die Frage welches Auto am besten ist. Ich stehe ja mehr auf Rubustheit und ohne Firlefanz. Für die einen ist aber ein Mercedes das Beste, für die anderen vielleicht ein Lada.

      Aber es kann doch nicht sein, dass ich nach 10 Jahren schon mit riesigen Reparaturen wie Motorschaden oder neuer Steuerung rechnen muss, wenn ich z.B. den Otis Gen2 oder Kone Monospace nehme.
      Sind denn die "großen" echt so übel, jetzt mal ehlich.
    • Es ist leider so, ein Aufzug darf nur noch 10 Jahre halten.

      Ein Seilhydrauliker ist eigendlich günstiger als ein Seilaufzug.
      Auch die Folgekosten sind kleiner da eigendlich kaum Verschleiß vorh. ist.

      Auch wenn kein Schlafzimmer an den Schacht grenzt, der Körperschall ist überall zu hören.
      Wenn einer Im Aufzug steckt, immer mit der Ruhe. Der läuft nicht weg.