Vollwartung ohne Modernisierungsklausel

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Vollwartung ohne Modernisierungsklausel

      Hallo Zusammen,

      ich weis ähnliche Anfragen gab es schon, wie in diesem spezifischen Fall habe ich leider nichts gefunden.
      Wir haben seit vielen vielen Jahren einen Vollwartungsvertrag für ca 20. Aufzüge.
      Der Wartungsvertrag ist sehr allgemein:

      Vertrag

      Vor etlichen Jahren wurde die Firma von einer anderen übernommen und der Vertrag wurde mit übernommen und besteht noch immer.
      Viele Jahre wurde alles meist kostenlos mit erledigt.
      Seit diesem Jahr flattern bei uns massiv für Reparaturen Angebote ein.

      "bei dem letzten Störungseinsatz unseres Kundendiensttechnikers wurden an Ihrer Anlage Mängel
      festgestellt. Eine Funktionsbeeinträchtigung der Anlage ist noch nicht gegeben. Wir als Ihr Serviceunternehmen
      empfehlen wir Ihnen diese Mängel zu beseitigen."
      "Lieferung und Montage von neuen Aufsetzpuffern in der Schachtgrube
      entsprechend den z.Z. gültigen Vorschriften, komplett mit dem erforderlichen
      Befestigungsmaterial. Abnahme durch eine benannte Stelle (TÜV).
      Hinweis: Seit Ende 2017 dürfen keine defekten PU-Aufsetzpuffer durch solche
      erneuert werden, die nicht der geltenden Norm EN 81-20/50 und Aufzugsrichtlinie
      2014/33/EU entsprechen."

      In unserem Vertrag gibts es doch eindeutig keine Modernisierungsklausel.
      Wie seht ihr das? Muss das Unternehmen das kostenlos erledigen ?

      Vielen Dank im Vorraus.

      Mfg
      Klaus
    • Die Norm hat sich geändert, allerdings ist mir hier neu, das Puffer nach Austausch vom TÜV abgenommen werden, auch wenn es die alte Bauform nicht mehr gibt.
      Die Firma Acla hat sofort die nötigen Unterlagen zur Hand die im Prüfbuch hinterlegt werden, da die alte Bauform ihre Gültigkeit verloren hat, das dass allerdings mit einer Abnahme erfolgt, ist mir neu.

      Die Firma wird sich darauf berufen das eine Modernisierung vorliegt da es das "alte Material" nicht mehr gibt und durch anderes ersetzt werden muss.

      Wenn sie darauf rumreiten ist das bei Puffern schon ne Nummer.

      Gruß André

      "Der Horizont vieler Menschen ist wie ein Kreis mit Radius Null. Und das nennen sie dann ihren Standpunkt." (Albert Einstein)
    • Die Firma möchte einen neuen Puffer nach 81-20 einbauen, du willst aber einen 1:1 Austausch des alten Puffers haben.
      Ich würde das "Machtspielchen" annehmen und das Kündigungsschreiben zur Hand haben. Scheinbar sind deine AUfzüge ja mit herstellerungebundenen Bauteilen ausgerüstet, so dass dir jede AUfzugsfirma die ANlagen gerne in Wartung nehmen wird.

      Aufgrund von Unwissenheit trauen sich viele Kunden nicht, hier mal "auf den Putz" zu hauen! Mit dem Auto, der Heizung, der Elektroanlage usw. würden viele Kunden ganz anders verfahren und sich ein Gegenangebot holen!

      Gruß, Strassmo
    • Das ist echt ein Trauerspiel mit den Puffern.
      Acla (einer der Hersteller) hat neue Puffer im Programm, die der EN81-20 / entsprechen.
      Fatal daran, diese weichen für den entsprechenden Einsatzbereich von der Form deutlich ab. Wenn du die ersetzen willst, muss du u.U. Platten, oder Stützen unterbauen, um auf das alte Maß zu kommen. Soweit so gut.

      Ist ein Zusatzaufwand, aber mittlerweile gut handelbar. Wir haben da am Anfang auch Platten und entsprechend hohe Stützen gefertigt und die entsprechend drunter gesetzt. Kosten halten sich im Rahmen.

      Das es da einige Pappenheimer gibt, die das so aufbauschen, das du dafür fast einen neuen Aufzug bekommst, ist hinlänglich bekannt. Traurige Geschichte!

      Wenn man mal ehrlich ist, sind die Kosten für Puffer alt / Puffer neu in etwa gleich geblieben.
      Wenn die Firma seriös ist, bietet sie die Umrüstung für einen kleinen Taler an und macht da nicht so ein Gewese!

      Und wenn man sich mal ein wenig umschaut, gibt es Lieferanten / Hersteller, die neue Puffer nach EN81-20/50 anbieten, mit den entsprechenden Baumusterprüfbescheinigungen, die 1:1 den meist im Einsatz befindlichen Acla Puffern entsprechen.
      Alles kein Drama.

      Wir hatten mal mit einigen SV gesprochen. Einhellige Meinung, nachdem sich die Aufregung wieder gelegt hatte, wenn die Puffer 1:1 ausgetauscht werden, was soll daran falsch sein?
      Ändern sich die Parameter nicht, ist es doch wurscht, ob ein 300184 aus dem Jahr 2005 unter der Kabine sitzt, oder einer aus dem Jahr 2018. Wenn der alte Puffer ok ist, wird keiner verlangen, den gegen einen nach EN81-20 auszutauschen.
      Ralle
      warum durch Langeweile sterben, wenn es auch vor Müdigkeit geht
    • Hier geht es nur um eines, um die Sachlage des Wartungsvertrag.

      Wir haben einen Vollwartungsvertrag der ursprünglich dem Kunden suggeriert hat, dass alle Kosten abgedeckt sind. ( der liegt hier nicht vor, daher verstehe ich alle anderen Beiträge hier nicht „ gefährliches Halbwissen mal wider“)

      Sollte im Vollwartungsvertrag stehen ( was wir alle nicht wissen) das neue Normen und Tüv Beanstandungen vor Vertragsbeginn ausgeschlossen sind , dann wäre es eine Verkaufsfinte zu sagen, wir bauen die einen Puffer nach neuer Norm ein ;)

      Jetzt kommt es genau auf den Zeitpunkt an, wann genau das Angebot geschrieben wurde.
      Denn tatsächlich war ja der Umbaukatalog nicht mehr gültig.

      Das nur zur rechtlichen Seite

      Ich persönlich finde es beschämend bei einem Vollwartungsvertrag den Puffer nicht zu übernehmen !

      Lass mich raten wer das Wartungsunternehmen ist :)