Aufzug BJ2002 von WEG Verwaltung alle Hoch Risken zur sofortigen Modernisierung gefordert

  • Das Problem mit der Nachrüstung ist halt. dasß sich ausser Kone selber aufgrund der Steuerung da keiner rantraut- bisher noch nicht mal zur Wartung , deswegen muss man evtl. hier erstmal eine freie Steuerung rein. Kone will ja auch Ihre alte Steuerung erst mal modernisieren, das wäre evtl. der Eintrittspunkt um das geschlossenen Kone System rauszubekommen. Sonst machen sie keine UCM und für den Lichtvorhang wollen sie auch nicht gerade wenig.

  • Prinzipiell sollte man bei der Modernisierung sehr genau darauf achten was man bekommt.
    Nicht selten wird im Anschluß an die Modernisierung nur noch das GSM Modul des Fernnotrufes im Maschinenraum auffindbar sein, alles andere ist weg!
    Die Kabine zur Personenbeförderung ist etwas kleiner, da der Antrieb in den Schacht gewandert ist...
    Der Aufzug von der Stange benötigt keinen Maschinenraum mehr.

  • So alt ist unser Aufzug nicht er ist aus 2002. Einen Maschinenraum gibt es auch keinen- zumindest nichts was separat begehbar ist oder eiene Türe hat. , die Steuerung ist seitlich im obersten Stockwerk in der Wandverkleidung untergebracht. Nach unten ist unter dem Fahrkorb ca. 1m Grube mit so einem Puffer

  • Na da Hammers doch schon, ein MonoSpace 1.0 oder 1.6 8o
    Hab ich mir schon gedacht... da ist nix mit Seilbremse und so, wenn UCM gemacht werden soll geht das wegen der Baumusterprüfung nur mit einer neuen Steuerung. Jedenfalls bei Kone...
    Ansonsten gibt es eigentlich keinen vernünftigen Grund warum man so ein Teilchen nicht in Wartung nehmen sollte.
    So ist das mit den Konzernprodukten halt mal, im Einkauf billig und meist im Unterhalt etwas Teuerer.
    Viel Spaß noch damit und lasst euch das gute Teil nicht kaputt Reparieren.

    :D Ein Aufzug fährt ab und auf und manchmal kommt er sogar da an wo man es möchte 8o

  • Ich würde am ehesten mal bei der Sicherheitsanalyse ansetzen, die das Ing-Büro erstellt hat. Nehmen wir mal den Leitfaden zur Hand, den die ZÜS bei jeder Hauptprüfung heranzieht, nämlich den EK-ZÜS BA-012 (über google zu finden, ich schicke dir einen Link als PN)


    Den Punkt mit fehlendem Lichtgitter ist unter 5.7.6 zu finden, hier findet sich die Konkretisierung "hoch:− wenn− keine Lichtschrankevorhanden,− im Einzelfall keinLichtgitter vorhanden(z. B. Seniorenheim,Krankenhaus)" - aus deinem Post geht hervor, dass es sich um ein Wohnhaus handelt und da es wohl ein Monospace gem. DIN-EN 81 ist, gibt es mit Sicherheit eine Lichtschranke - hier würde ich das Risiko nicht mit hoch ansetzen, sondern "mittel"


    Der Punkt mit UCM ist definitiv bei einer EN-81-1/2 Anlage gem. Leitfaden NICHT mit hoch zu bewerten, denn die Triebwerksbremse ist hier als überwachte Zweikreisbremse und ergänzend dazu noch als SAFÜ (Schutzeinrichtung für den aufwärtsfahrenden Fahrkorb gegen Übergeschwindigkeit) ausgeführt.


    (Hoch lt. Leitfaden: hoch:− Anlagen mit statischunbestimmter Lagerung(3-Punkt)1),− Anlagen mit Einkreisbremse,− Anlagen mit 2-Kreisbremse ohne− Schützüberwachungder Bremsschütze,− Stromüberwachungder Bremsmagnete,− Positionsüberwachung der geöffnetenBremsbacken)


    Daher hat die ZÜS diese Punkte bei euch auch nicht beanstandet, hier sieht also der Ersteller der Risikobeurteilung das Risiko höher als die ZÜS... Darüber sollte man sich Gedanken machen


    VG
    Michael

  • Ja danke, für das Stichwort "EK-ZÜS BA-012" hab das entsprechende Dokument gefunden. Das die ZÜS das ganze nicht beanstandet hat , hatte ich beim Verwalter auch schon als Denkanstoss vorgebracht.


    Im Detail ist in der BA-12 ja in 5.7.6 zwar zwischen Krankenhaus /Seniorenheim (hoch) und Industriebetrieb (nicht hoch) noch etwas Ermessenspielraum für Wohngebäude, (Einfache Lichtschranke ist vorhanden) aber da bei uns durch die geniale Treppenhaus-Planung auf den Etagen 4 Stufen zum Aufzug zu überwinden sind, ist die Hürde für gebrechliche Menschen ohnehin woanders und sicherlich auch anders als in den zwei genannten Einrichtungen in denen ständig und in hoher Frequenz erheblich eingeschränkte Personen insbesondere auch mit Gehilfen sowie unmittelbar nach OPs und Verletzungen die Aufzüge benutzen.

  • Also Baujahr 2002 UCM mit Risiko hoch bewerten ist nicht zulässig.


    Kann es sein, dass der Mangel aus dem Vorjahr stammt?


    Kone versucht derzeit ohne das es notwendig ist, bei allen Aufzugsanlage UCM zu verkaufen.


    Wenn eine Zweikreis Bremse verbaut ist und oder keine drei Punkt Lagerung verbaut ist, ist es kein Mangel mit Risiko hoch.


    Beides trifft beim Monospace BJ 2002 nicht zu.

  • Die Sicherheitsanalyse ist von 2018, und pikanterweise auf einer Tabelle mit Kone Logo....


    (KÜSTÜV war in 2019)

  • Hallo zusammen,


    teilweise sehr interessant, wie Dinge hier gesehen werden.....


    Mit einer kleinen Ausnahme(ich lasse Sie hier weg!) wird beim TÜV in der GBU bei einem EN 81-1 Aufzug keine hohe Abweichung zu finden sein!
    und warum? Weil dann sehr viele Aufzüge vom 30.8.2017 für teuer Geld umgerüstet werden müssten.


    Ich sehe hier eher das wirtschaftliche Interesse einer Aufzugsfirma im Vordergrund, als dem Kunden eine ehrliche GBU zu erstellen....


    Meine persönliche Meinung!

  • Das hat der Verwalter auch gesagt, das er Aufzüge in seinem Bestand hat die erst vor wenigen Jahren (habs nicht mehr im Kopf aber denke kleiner als 5, kann aber auch 2 Jahre gewesne sein ) und die auch umgerüstet werden müssen, das war evtl. der Gleiche der die Sicherheitsanalyse erstellt hat oder der gleiche "Vordruck".

  • Der Vollständigkeit halber: Der Verwalter hat sich dann noch mal von anderer Seite beraten lassen und ist nun auch Überzeugt das aktuell kein hohes Risiko besteht und daher kann die Modernisierung auf später verschoben werden.