nervige Aufzugsteuerung

  • Hallo liebe Liftprofis,


    ich finde Lifte und vor allem Seilbahnanlagen und deren Technik faszinierend - dennoch bin ich lediglich Benutzer und habe nichts mit der Technik zu tun. Da ich aber sehr neugierig bin, frage ich mich seit längerem ob etwas bei unserer Aufzugsteuerung im Betrieb falsch ist. Vielleicht kann mir jemand dazu etwas sagen?


    Wir haben hier zwei Aufzüge, welche theoretisch sehr schnell sind (sie haben so eine Gegenzugkette unten dran, um die Geschwindigkeit fahren zu können). Allerdings werden sie (gefühlt) extrem eusgebremst, seit dem eine neue Steuerungstechnik eingebaut wurde.


    Stockwerke: U2, U1, E, 1, 2, 3, 4, 5 = 8Stockwerke; zwei Aufzüge miteinander verschaltet.
    Beispiel 1:
    Aufzug A steht im EG. Ich steige ein und wähle den 4Stock. Es dauert rund 10sek bis sich die Tür beginnt zu schließen. Nachdem die Tür geschlossen ist, steht der Aufzug noch einmal 1-2sek bevor er anfährt. Gesamte Wartezeit mind. 20-25sek!!! :cursing:


    Beispiel 2:
    Ich drücke den Knopf "Fahrtwunsch nach unten". Aufzug kommt und Anzeige das Aufzug nach unten fährt. Ich steige ein. Wartesekunden siehe oben - doch dann fährt der Aufzug nicht nach unten, sondern nach oben. ?(


    Woran kann es liegen, dass die Elektronik derart unlogisch und langatmig reagiert?
    Ich vermute es wurde eine falsche / firmen-fremde Steuerung verbaut (Ergänzung: Aufzug: Sch.ndler, Steuerung: S.emens).
    Die Aufzüge fahren auch viel "ruckiger" als früher und die Türen benötigen vom vollständigen Halt bis zur weiterfahrt gefühlt das doppelte.
    Leider weiß ich nicht welche Elektronik verbaut ist...

    Einmal editiert, zuletzt von nett () aus folgendem Grund: Ergänzung

  • Zu Bsp1:
    Die Türzeit ist bei 99% der Steuerungen einstellbar.


    Zu Bsp2:
    Wenn Du außen einen Abruf gibst, dann wird nach Ankunft diese Richtung kurzzeitig reserviert. D.h., wenn in dieser Zeit ein Innenruf oder Aussenruf anliegt, der unterhalb dieser Haltestelle liegt, wird diese Richtung zu erst bedient. Liegt jedoch ein Ruf oberhalb dieser Haltestelle an, so wird nach Ablauf der Wartezeit die Fahrtrichtung geändert.


    Prinzipiell bleibt es egal, welche Steuerung in einen bestehenden Aufzug eingebaut wird. Funktionieren tun sie alle. Die 1-2 Sekunden bis zum Losfahren werden sich aus der neuen Technik ergeben. Da sind nach einer Modernisierung sicherlich andere Komponenten verbaut als vorher. Z.B. Frequenzumformer. Bei einem Frequenzumformer werden oftmals Startrampen eingestellt, um eigentlich ein weicheres anfahren zu gewährleisten. Hier fährt die Anlage sehr langsam los, um einen Anfahrruck zu verhindern. Die Rampengeschwindigkeit merkt man oftmals im Fahrkorb gar nicht, bis dann die eigentliche Beschleunigung einsetzt.
    Um jedoch genaueres zu sagen, müsste man die Anlage schon selbst sehen.


    Inwiefern fährt die Anlage jetzt "Rockiger"?


    Gruß Jürgen

  • Zu Bsp2:
    Wenn Du außen einen Abruf gibst, dann wird nach Ankunft diese Richtung kurzzeitig reserviert. D.h., wenn in dieser Zeit ein Innenruf oder Aussenruf anliegt, der unterhalb dieser Haltestelle liegt, wird diese Richtung zu erst bedient. Liegt jedoch ein Ruf oberhalb dieser Haltestelle an, so wird nach Ablauf der Wartezeit die Fahrtrichtung geändert.

    So etwas dachte ich mir bereits - allerdings ist die Zeit von der Ankunft des Korbes bis zum Drücken des Fahrtwunsches unter 1sek. da müsste dann die Reaktionszeit ja auf 0 gestellt sein, was ja nicht gerade von der Kompetenz der Einsteller zeugt, oder?


    Prinzipiell bleibt es egal, welche Steuerung in einen bestehenden Aufzug eingebaut wird. Funktionieren tun sie alle. Die 1-2 Sekunden bis zum Losfahren werden sich aus der neuen Technik ergeben. Da sind nach einer Modernisierung sicherlich andere Komponenten verbaut als vorher. Z.B. Frequenzumformer. Bei einem Frequenzumformer werden oftmals Startrampen eingestellt, um eigentlich ein weicheres anfahren zu gewährleisten. Hier fährt die Anlage sehr langsam los, um einen Anfahrruck zu verhindern. Die Rampengeschwindigkeit merkt man oftmals im Fahrkorb gar nicht, bis dann die eigentliche Beschleunigung einsetzt. Inwiefern fährt die Anlage jetzt "Rockiger"?


    Früher fuhr der Aufzug weich - jetzt nicht mehr. Manchmal hat man den Endruck dass die Masse der Tür der Beschleunigung beim Öffnen/Schliessen nicht schnell genug folgen kann.
    Beim Anfahren des Korbes gibt es manchmal einen Ruck. Auch wenn mehrere Personen einsteigen kann es nach schließen der Türen zu einem kurzen Ruck nach unten kommen, bevor der Aufzug los fährt...
    Alles irgendwie nicht sehr vertrauen erweckend...
    Vielleicht ist das interessant: Der Aufzugsmotor ist nicht oben, sondern unten und die Körbe sind auch nicht oben angehängt, sondern hängen in einer "Schleife" des Seiles. Eigentlich eine nach meinem Verständnis sehr hochwertige und (immer noch) zukunftsweisende Technik. Baujahr dürfte so in den 80ern gewesen sein.


  • Beim Anfahren des Korbes gibt es manchmal einen Ruck. Auch wenn mehrere Personen einsteigen kann es nach schließen der Türen zu einem kurzen Ruck nach unten kommen, bevor der Aufzug los fährt...
    Alles irgendwie nicht sehr vertrauen erweckend...
    Vielleicht ist das interessant: Der Aufzugsmotor ist nicht oben, sondern unten und die Körbe sind auch nicht oben angehängt, sondern hängen in einer "Schleife" des Seiles. Eigentlich eine nach meinem Verständnis sehr hochwertige und (immer noch) zukunftsweisende Technik. Baujahr dürfte so in den 80ern gewesen sein.


    Da wird die Zeit für die Bremsöffnung nicht richtig eingestellt sein, sodaß die Kabine kurz wegdriftet, d.h. die Bremse öffnet schon, bevor der Motor das nötige Anfahr-Moment aufgebaut hat...


    Und die genannte Konstellation wird wohl eine "Flasche" sein, also eine 2:1 Aufhängung, mit TWR unten. Zukunftsweisend? TWR unten wird gebäudebedingt so sein, und die 2:1-Aufhängung ist wohl eher eine Notwendigkeit, was die Belastung angeht. Ausserdem: TWR unten + 2:1-Aufhängung = extreme Seillängen/viele Umlenkpunkte... :whistling: