Feurwehr bei Personenbefreiung normal?

  • Hallo,
    Ich bin vor 1 woche in einem Aufzug steckengeblieben. Es hat etwa 1 Stunde gedauert bis jemand von ThyssenKrupp kam und uns (waren zu 6) rausgeholt hat. Zusätzlich kamen 3(!) Feuerwehrautos.
    Jetzt meine Frage: Ist es normal das bei einer Personenbefreiung die Feuerwehr kommt? Die hat nämlich nichts gemacht außer uns gesagt das wir beim nächsten Mal nur zu zweit oder zu dritt in den Aufzug gehen sollen.(So nebenbei ist der Aufzug für 18 Personen zugelassen)
    So ein Feuerwehreinsatz ist doch teuer oder?

  • was ist Normal?
    In der Regel sollte innerhalb von 35 bis 45 Minuten jemand vor Ort sein. Nach meinen Info´s und Erfahrungen, bei KOTS illusorisch. Besonders zu Stosszeiten, am WE und auf dem platten Land.
    Bei den meisten Klein und Mittelständlern, die das über externe Servicepartner machen, klappt das eigentlich in Ballungsräumen ganz gut innerhalb von 45 Minuten. Eher drunter.
    Aber Ausnahmen bestätigen die Regel!
    Da hat sich aber die FW recht gut zurückgehalten. Normalerweise machen die sich einen Spass daraus, die Kabine zu zerlegen. Besonders wenn neue Leute eingearbeitet werden, zeigen die mal ganz gerne, wie es geht, wenn es schnell gehen muss :-)
    Aber so: sei froh!
    Ralle

    warum durch Langeweile sterben, wenn es auch vor Müdigkeit geht

  • Eine Befreiung durch die Feuerwehr kommt nur zustande, wenn dort jemand angerufen hat.
    Die Feuerwehr hat eine strikte Vorgehensweise bei der Befreiung. Mensch geht vor Material.
    Ansonsten befreit die Feuerwehr auch normal mit einer Notendriegelung.


    Eine Personenbefreiung sollte nach absetzten des Notrufes innerhalb einer halben Stunde geschehen.
    Die Aufzugsfirmen haben dabei jedoch keine Sonderrechte im Straßenverkehr. Sprich, bei Stau muss der Techniker warten.

  • Also wenn wir absehen können das innerhalb von 30min nach Eingang des Notrufs niemand die Personenbefreiung durchgeführt hat rufen wir immer die Feuerwehr. Sollte durch einen Zufall der ST und die FW gleichzeitig eintreffen macht der ST normalerweise die Befreiung.


    Ist meistens etwas Materialschonender

    :D Ein Aufzug fährt ab und auf und manchmal kommt er sogar da an wo man es möchte 8o

  • Wenn bei uns der Monteuer meint das er nicht innerhalb einer stunde an d


    Zitat

    Also wenn wir absehen können das innerhalb von 30min nach Eingang des Notrufs niemand die Personenbefreiung durchgeführt hat rufen wir immer die Feuerwehr.

    Läuft bei uns fast genau so ab.
    Die Notrufzentrale kann zurückrufen und soll dann einschätzen ob FW oder weiter warten lassen.
    Es kommt immer darauf an wie lange es noch dauert und wie die eingeschlossenen sich verhalten.

    Wenn einer Im Aufzug steckt, immer mit der Ruhe. Der läuft nicht weg.

  • Eine Befreiung durch die Feuerwehr kommt nur zustande, wenn dort jemand angerufen hat.
    Die Feuerwehr hat eine strikte Vorgehensweise bei der Befreiung. Mensch geht vor Material.
    Ansonsten befreit die Feuerwehr auch normal mit einer Notendriegelung.

    Beide Aussagen sind korrekt!
    Wenn keiner Anruft, kommen die auch nicht.
    Mensch geht vor Material, auch korrekt. Wenn auch nur einer in der Kiste mault, er hätte Platzangst, oder ihm sei übel, wird der Hydraulikspreizer rausgeholt!
    Ralle

    warum durch Langeweile sterben, wenn es auch vor Müdigkeit geht

  • Zum Thema Wartezeit


    ...die ist natürlich auch immer relativ... je nachdem wie panisch die eingeschlossenen sind oder eben nicht. Für viele sind danneben die realen 10 Minuten schon mal 1 Stunde.


    ...und um Missverständnissen entgegen zu wirken: Es heisst nach spätestens 30 Minuten SOLLTE die Personenbefreiung EINGELEITET worden sein (also jemand vor Ort sein). Das heisst nicht das die Person nach 30 Minuten befreit ist!!! Die Dauer der Befreiung ist dann noch von der Einschlusssituation abhängig.


    Aber selbst die 30 Minuten können zu viel sein. Reale Situation vor einigen Monaten wie folgt:
    Notruf aus der Kabine. Gesprächsabwicklung mit einem sehr beherrschten Mann inder Kabine. Personenbefreiung über Dienstleister eingeleitet. Dienstleister nach 12 Minuten bereits vor Ort. Beim Öffnen der Kabinentür fand der Diienstleister eine leblose Person vor (TOT). Wie sich im Nachgang herausstellte ein Herzinfarkt !!! ...Da hätte selbst die Feuerwehr nichts mehr machen können. Das muss so plötzlich passiert sein das der Mann nicht mal mehr den Notruf erneut drücken konnte (was bei 12 Minuten wohl auch nichts mehr gebracht hätte).


    Notrufe24

  • Wir hatten es , das eine Mutter mit Kleinkind bei ca. 30 C Außentemperatur in einem Glasaufzug auf dem Bahnsteig eingeschlossen war .
    Auch da wurde die FW nachalarmiert , welche die Eingeschlossenen dann aus ihrer Lage befreite .

  • Ja, das ist auch so eine Situation die der Leitstelle ja oft nicht bekannt ist (aussenliegender Glasaufzug). Wenn da keiner aus der Kabine was sagt, kann das natürlich über die Befreiungszeit mit "normaler" Anfahrt auch schon sehr kritisch werden!


    Notrufe24

  • da kommen wir doch stante pede auf die bescheuerten Notfallpläne!
    Was da für ein Quark eingetragen werden soll: Ersthelfer, Sachverständiger... Wer braucht das?
    Aber so sinnvolle Dinge wie Glasaufzug, Besonderheiten bei der Personenbefreiung etc. pp
    weiss, in wenigen Fällen die Leitwarte.
    So wie es jetzt usus ist, soll ja der Notfallplan in der leitwarte, bzw. bei der hilfeleistenden Stelle sein.
    Da ist noch viel Platz nach oben!
    Ralle

    warum durch Langeweile sterben, wenn es auch vor Müdigkeit geht

  • Ich hab auch schon mal eine Putzfrau aus dem Lift befreit. War eigentlich mehr Zufall, hatte eine Baustelle daneben und wurde dann von einer Angestellten geholt... Die war vielleicht 5-10 Minuten da drin und völlig Fertig.


    Nur gut dass das Ding 50cm. unter dem Niveu stand, sonst hätte ich auch nicht viel machen können. :whistling:


    Mal anders Gefragt:


    Darf ich eigentlich Leute befreien wenn ich in Zivil bin und durch Zufall auf einen Lift mit eingeschlossenen Personen treffe?

  • Also ich kenn mich nicht aus aber ich glaube nicht.
    Aber ich denke ich würde auch jemandem helfen wenn der Aufzug (fast) bündig in der Etage steht.
    Und weil das ja mal bezweifelt wurde wir waren wirklich 1 Stunde in dem Aufzug.
    Kann es vielleicht auch sein, dass der Techniker selbst die FW gerufen hat?
    Oder hat es vielleicht daran gelegen dass wir alle nur 12-14 Jahre waren?
    Die Frau vom Notruf hat nähmlich noch gefragt ob/wieviele Kinder im Aufzug sind.
    Einige haben dann noch aus Spaß im Aufzug rumgeschrien (weil der Eistee leer war XD) hat das die Frau vielleicht gehört(also war das mikro noch an) und sie hat deswegen die FW gerufen?

  • Die Kleidung spielt hier keine Rolle, auch nicht ob sich Mensch in Urlaub, Freizeit etc. befindet.
    Eine befähigte Person/Aufzugwärter darf die sichere Personenbefreiung durchführen an Aufzuganlagen an denen er/sie die Örtlichkeiten und besonderen Umstände der Anlage kennt.


    Wen eine Person an einem Seminar/Einweisung zur Befreiung von Personen teilgenommen und diese erfolgreich bestanden hat, heißt das nicht, das er mal munter drauf los befreien kann/muss/sollte.
    Erst nach Unterweisung an einer bestimmten Anlage, wie Örtlichkeit/Besonderheit darf er an einer bestimmten Aufzuganlage tätig werden.


    Dieses hat den Vorteil das ein eingewiesener vollumfänglich in seiner Tätigkeit versichert ist, soll heißen: Steht die Anlage nicht bündig und beim verlassen der Kabine kommt es zum Sturz, oder ein stolpern aufgrund eines vorhandenen Gegenstandes so sind die Personenschäden versichert.


    Sind alles Wiederholungen, aber wie es so ist, manche Wege sind lang und Enden nie.

  • ...Aber so sinnvolle Dinge wie Glasaufzug, Besonderheiten bei der Personenbefreiung etc. pp
    weiss, in wenigen Fällen die Leitwarte.
    So wie es jetzt usus ist, soll ja der Notfallplan in der leitwarte, bzw. bei der hilfeleistenden Stelle sein.
    Da ist noch viel Platz nach oben!

    Hallo Ralle


    ...da hast Du mir aus der Seele gesprochen!!! Die Hilfeleistende Person die im Fall der Fälle ncht vor Ort ist, weil die auch noch ein eigenes Leben mit höheren Prioritäten besitzt ...oder die Rufnummer der Feuerwehr die in 99% der Fälle als Erste Hilfe eingetragen ist (ich denke die sollte jeder auch ohne Niederschrift in einem NOTFALLPLAN selbst nach einem Koma-Besäufnis noch kennen). Oder die Daten des Betreibers die im Notfall ja sowieso keine Rolle spielen, weil der im Notfall ja sowieso gar nicht erst gefragt wird ob da was kaputt gemacht werden darf!


    Lage, Zugang, Besonderheiten ...die muessen da rein wenn das ganze auch einen nachvollziehnaren Sinn ergeben soll!


    "Luft nach oben" ist da fast schon eine masslose Untertreibung ;-)


    Notrufe24

  • Ich versuche ja auch immer zu hinterfragen, welchen Sinn und Zweck Derjenige verfolgt, der sowas auf den Weg bringt. Und ich unterstelle dabei immer gute Absichten!
    Gerade in diesem Punkt fällt es mir aber schwer das zu erkennen.
    Sicherlich ist durch die Harmonisierung der sehr unterschiedlichen Normungslage in Europa, das alles, was in irgendeiner Form bei uns seit 50 Jahren usus ist, mal auf ein Level gehoben wird, notwendig.
    Aber das Fachgremien so wenig Einfluss auf die Politik und Gesetzgeber haben, ist schon beängstigend!
    Vielleicht ist es aber so, das in den Fachgremien gar keine Fachleute mehr sitzen?
    Gut beraten ist die Fachfirma, die wenigstens intern, eine sinnvolle Dokumentation der wichtigen Angaben für den Notfall jederzeit parat hat.
    Das kostet aber Geld (Datenpflege, Manpower etc.) was sich irgendwie im Stundensatz wiederspiegelt.
    Also Finger weg vom Billigheimer!
    Grüsse
    Ralle

    warum durch Langeweile sterben, wenn es auch vor Müdigkeit geht

  • Einige haben dann noch aus Spaß im Aufzug rumgeschrien (weil der Eistee leer war XD)

    Diese Vorstellung xD ;) - Sicherlich hat das die Frau noch gehört und hat gedacht, dass Panik im Aufzug ausgebrochen ist.


    Mal ernsthaft. Ich kenne jemanden, der mit eigenen Augen gesehen hat, wie ein Berliner Aufzug mit so einer Spreizschere geöffnet werden musste, weil überhaupt nicht mehr ging, außer Hauptschalter auf 0 zu setzen.


    Is zwar schade für die Aufzugstür, aber umso besser für die Personen, die wohl ohnehin schon rund 60 Min. eingeschlossen waren.

  • Wen eine Person an einem Seminar/Einweisung zur Befreiung von Personen teilgenommen und diese erfolgreich bestanden hat, heißt das nicht, das er mal munter drauf los befreien kann/muss/sollte.
    Erst nach Unterweisung an einer bestimmten Anlage, wie Örtlichkeit/Besonderheit darf er an einer bestimmten Aufzuganlage tätig werden.

    Zu diesen Punkt hab ich mal eine Frage.
    Nehmen wir mal an, ich komme an einem Aufzug vorbei, der gerade bündig eingefahren ist, aber die Aufzugstüren öffnen sich nicht.


    Dürfte ich (Mit entsprechender Kenntnis in Sachen Schachttür-Öffnung) den Personen mit entsprechenden Notentriegelungsschlüssel aus dem Aufzug helfen, wenn ich kann?

  • Dürfte ich (Mit entsprechender Kenntnis in Sachen Schachttür-Öffnung) den Personen mit entsprechenden Notentriegelungsschlüssel aus dem Aufzug helfen, wenn ich kann

    Du würdest dafür nicht ins Gefängnis kommen und auch kein Bußgeld bezahlen müssen.
    Bedeutet es ist nicht verboten.



    ABER!
    jetzt fällt eine Person beim Austeigen hin, und verletzt sich.
    Die Krankenkasse wird versuchen die Behandlungskosten jemanden in Rechnung zu stellen.
    Erstmal dem Betreiber. Der wird feststellen das eine nicht autorisierte Person am Aufzug war.
    Also wird man Dich zur Kasse bitten wollen.



    MfG

    Meine Beiträge basieren auf Berufs-und Lebenserfahrung , gefährlichen Halbwissen und Klugscheißerrei ?(

  • @European Lifts by OLML


    Ok, dann mal klartext...


    du bist soviel ich bis jetzt gelesen habe weder Fach noch Sachkundig. Also lass die Pfoten weg wenn du zufällig mal in die Situation kommst. Es ist erstmal keine Gefahr im Verzug, die Notbefreiung kannst du mit einleiten indem du die an der Aufzugsanlage angebrachte Servicenummer anrufst aber sonnst auch nichts anderes machen. Die Leute im Aufzug beruhigen und auf fachkundige Hilfe warten. Sollte jemand im Aufzug kollabieren dann die 112 Anrufen und die 5 Fragen die Dir gestellt werden cool und richtig beantworten.
    Die größte Gefahr für den Eingeschlossenen geht von einer nicht richtig durchgeführten Befreiung (versuch)aus.


    Also ruhig bleiben Fachleute verständigen und nicht den Helden spielen.

    :D Ein Aufzug fährt ab und auf und manchmal kommt er sogar da an wo man es möchte 8o