Anlagensicherheits-Report: Nicht einmal jeder zweite Aufzug ist mängelfrei

  • Über die Hälfte der Aufzüge in Deutschland weist Mängel auf. Das ist das Ergebnis des Anlagensicherheits-Reports, den der Verband der TÜV e.V. (VdTÜV) gemeinsam mit den Zugelassenen Überwachungsstellen (ZÜS) im September 2011 veröffentlichen wird. Im Vergleich zum Vorjahr hat die die Zahl der Beanstandungen durch die Sachverständigen zugenommen...hier weiter lesen

  • Erst einmal, ein sehr schöner Beitrag, interessant zu lesen.
    Jetzt kommt aber das:
    Die geringfügigen Mängel sind nicht überzubewerten hierzu zählt auch die zum 1.1.2010 in Kraft getretene elektrische Sicherheit von Aufzuganlagen. Diese Prüfung wird selten vor der Prüfung vom Betreiber oder Verwalter veranlasst. Da diese in der Regel einen Nachweis des Mangels erwarten und danach tätig werden. Manche natürlich auch gar nicht.
    Genauso verhält es sich mit der Sicherheits- und Gefährdungsbeurteilung von Aufzügen, hier war der Stichtag der 31 .12.2007. Bis zu diesem Datum sollte diese erstellt sein, mittlerweile verhält es sich so, das selbst Aufzuganlagen die über diese nicht verfügen dieses nicht mehr als Mangel aufgeführt wird. Allerdings entbindet das den Betreiber nicht von seiner Verantwortung.


    So sind viele Aufzuganlagen abgemeldet, befinden sich aber trotzdem in Betrieb.

  • hallo,


    es gibt einen akktuellen report!
    geändert hat sich nix.....


    aber, mal ganz abgesehn davon, das seit einigen jahren, die ZÜS ganz normale firmen sind und gewinn erwirtschaften müßen.
    alleine dadurch schauen die meisten sachverständigen weg! wie soll man den sonst sieben hauptprüfungen am tag schaffen!?
    verkehrte welt......

  • Wenn nur 42 % geringe Mängel haben so hat der Prüfer nicht richtig nachgesehen. Fast jeder Aufzug hat irgend eine kleine Macke. Wenn der richtige Prüfer kommt so wird sie beanstandet. Die meisten haben jedoch einen Blick für das wesentliche.


    Bestes Beispiel : Wir hatten eine 40 Jahre alte Hydraulikanlage welche bis auf Kleinigkeiten immer durch die HP gekommen ist.
    Nach 40 Jahren ist einem Prüfer aufgefallen das die untere Überfahrt zu gering ist.
    Nach 40 Jahren musste also die untere Tür etwas angehoben werden.



    Liftboy

    Wenn einer Im Aufzug steckt, immer mit der Ruhe. Der läuft nicht weg.

  • mal davon abgesehen: nach 40 Jahren ist das Bestandsschutz...


    ich habe auch schon oft TÜV-Berichte gelesen, auf denen bspw. "Kratzer in der Kabinenwand" bemängelt wurden... Also wenn die 1er Mängel mitgezählt werden, dann ist für mich der Bericht nichts wert...

  • Auf Bestandschutz haben wir auch gehofft. Doch die Anlage wurde falsch eingebaut und keinen hats gestört. Der oder die verantwortlichen die etwas dazu sagn könnten sind natürlich lange nicht mehr zu greifen.


    Liftboy

    Wenn einer Im Aufzug steckt, immer mit der Ruhe. Der läuft nicht weg.

  • Es hängt auch viel von dem Generationswechsel bei den
    Prüforganen ab, so ist immer wieder festzustellen dass die „Grünschnäbel“ bei
    der kleinsten Unsicherheit zum Bleistift greifen. Es wird streng nach Papier
    gearbeitet, wobei es ja auch immer zu interpretieren ist.
    Interessant wäre der
    Bericht wenn er sich mit der Sicherheit beschäftigen würde. Was für ein Mangel
    soll das sein wenn ein Blech oder eine Verkleidung Kratzer aufweist? Man stelle
    sich vor: TÜV beim KFZ und eine Delle wird als Mangel deklariert.




    Während meiner Zeit bei der Firma OTIS, wurden Seile mit
    einem Stück Holz auf Drahtbrüche geprüft. Der Rest funktionierte per
    Sichtprüfung. So habe ich Anfang des Jahres erlebt dass 6 Tragseile mit 13mm
    Durchmesser als ablegereif eingestuft wurden, geprüft wurde mit einer
    Schiebleere, da er bei Draufsicht festgestellt hatte das die Seile sich, ich
    nenne es mal plattgedrückt hatten. Sie waren dann auf einer Seite nicht mehr
    13mm sondern 12,8mm. Ein Seil hat eine Länge von 56m mit einer Hanfseele als
    Innenleben.



    Wer suchet der findet. Als bestes Beispiel kann man hier
    auch die Reglerprüfung heranziehen, es interessiert sich noch keiner dafür ob
    er auch bei der genannten Übergeschwindigkeit auslöst, vielleicht auch aufgrund
    dessen das die Übergeschwindigkeit schlecht zu simulieren ist.



    In dem Sinne, einen schönen Tag noch.



    Gruß André

  • Die wundersame Neufehlersuche (geiles Wort) des TÜV hat zu 90% mit dem Neueinstieg der DEKRA zu tun.


    Die TÜV-ler haben Anweisung Fehler zu finden,nach dem Motto -schau mal Kunde wir sind die "Allesfinder".


    Als Elektriker hatte ich anfangs so meine Probleme mit der Netzschleife (40m Hängekabel 1 Qadrat mit 10ner Sicherung)


    hat damals keine Sau gejuckt.Jetzt ,durch den Druck,besinnen sich die Prüfer auf diese Dinge.


    Die Sache mit dem Eingreifschutz und der Aufwärtsbreme war wohl eher ein Schuss in den Ofen.


    Der Eingreifschutz ist vermutlich für die spielenden Kinder im Maschinenraum ;)


    und die Aufwärtsbremse ist für Altanlagen nicht zwingend :(


    Ich liebe es meinem TÜV-Män nach der Netzschleifenmessung des Sicherheitskreises (>10 Ohm) die 1A Steuersicherung zu zeigen.


    Gruss @ all Neumacher

  • :thumbsup: der tuv hat seit einiger zeit die auflage bekomm mehr mangel aufzuschreiben bzw. mangel die wahrend der prufung behoben wurden (lacherlich) da einige firmen probiert haben durch zusetzen selber zu prufen und kunden gesagt an ihren aufzugen ist nie was dran also wofur die prufung? also soviel dazu dies sind alles nur anweisungen die an die neuen prufer weiter gegeben werden