Erfahrungen mit der BetrSichVO

  • Bekanntermaßen gilt ab dem 01.06.15 die neue BetrSichVO (2015) aus dem kollektiven Fahrstuhlministerium mbH Gabriel, Nahles & Co. Alles wird unter dem Oberbegriff „Arbeitsschutz“ deklariert, ob wohl es doch primär um den „Unfallschutz“ geht. Oder will Deutschland tatsächlich seine arbeitenden Bürger endlich vor Arbeit schützen?


    Schon allein mit diesem Missverständnis geht´s richtig rein in die Sache.


    Es ist unglaublich, wie jahrzehntelang bewährte eindeutige juristische Begriffe wie z.B. „Arbeitgeber“ in diesem Wust verwässert und sinnentstellt werden!


    Da arbeiten so viele Institutionen an einem Gesetz mit. Und was kommt raus?


    Gestern z.B. stiess es in Berlin auf, dass die Umlaufaufzüge („Paternoster“) nur benutzt werden dürfen, wenn ein Genehmigung durch Unterweisung des Arbeitgebers erfolgt ist. Demzufolge dürfen die Anlagen, meistens in öffentlichen Gebäuden, vom Publikum nicht mehr benutzt werden.


    Warum das so ist, bzw. sein soll, bleibt offen. Die wenigen Unfälle , die in der Vergangenheit aufgetreten waren, hatten zu 99% eine Standardursache: 100% Dämmlichkeit der Benutzer (Fahren mit der Leiter und Rohren, “sportlicher“ Ausstieg, ....). Krampfhafte Versuche, eine zusätzliche Sicherheitstechnik an den Umläufern zu installieren führen zu nichts. Habe selbst einen Auftrag in dieser Kategorie ausgeführt. Wirklich, bei allen technisch involvierten Seiten wurde nur Kopfschütteln ausgelöst! Was soll´s? Der Aufgabe wurde entsprochen!


    Schlussfolgerung: Die Menschen in unserer Gesellschaft werden immer mehr in ihren natürlichen Freiräumen eingeengt. Aber warum verdienen wir so viel fürsorglichen "Schutz", wenn wirklich schützendeswerte Bereiche vom Gesetzgeber ignoiert wedren? Stichwort "Aufzugskataster"...


    Nach Adam Ries müssten demnächst die Fahrtreppen als Jedermann-Transportmittel in der Hinsicht überprüft werden. Habe selber schon gesehen, wie ein Elektriker mit ´ner beigeführten Leiter auf der laufenden Fahrtreppe die darüber hängenden Leuchtstofflampen zwar nicht fachgerecht, aber durch seine Befähigung eigentlich doch richtig abgemacht hat... Betriebsvorschrift hin und Betriebsvorschrift her!
    Gegen menschliche Handlungen, einschließlich black outs, kann kein Gesetz etwas machen! (versicherungstechnischer Fachbegriff: „Allgemeines Lebensrisiko“)


    Wird es nicht mal Zeit, die Kirche im Dorf zu lassen?


    Unsere Fachverbände schweigen sich aus.


    Das Wirrwarr dieser VO wird wieder sehr, sehr viel Erklärungsbedarf, selbstredend mit Kosten verbunden, verursachen! Und wie immer: Keiner weiss so richtig Bescheid. Aber alle sollen mitmachen! Wie das von wem umgesetzt werden soll, damit eine durchgehende, eindeutige Linie erkennbar ist, wird nebulös dargestellt.


    Das tatsächliche Ergebnis, was aus immer herauskommen wird, wird sein, dass der gewollte hohe Sicherheitsanspruch stetig weiter verwässert wird. Gehe jede Wette darauf ein!


    Die Wunderaufzüge nach Maschinenrichtlinie werden bestimmt bald den Status eines Aufzuges nach EN bekommen. Wie das sicherheitstechnisch - und damit unfallschutztechnisch - auseinander gehalten werden soll, wird noch sehr spannend werden! Letztendlich werden die Aufzugsdienstleister wieder zusätzlich in den A... gekniffen.


    Zu den Umläufern: Steht heute in der Zeitung, dass das Universalfahrstuhlministerium mit seiner Abteilungsleiterin „Schutz vor Arbeit“ N. (SPD- Schrecken der Paternoster-Dienstleister) die BetrSichVO voraussichtlich zum Herbst ändern will. Das ist Qualität! Bevor ein Gesetz gültig wird, werden die ersten Änderungen ins Auge gefasst!


    Genug davon!


    Ich habe eine Bitte an alle, egal ob Aufzugsdienstleister, Planer, Betreiber, Überwacher u.s.w.: Stellt hier Eure Beiträge zu Euren positiven und negativen Erfahrungen mit der Umsetzung dieser VO ein. Das Forum bietet eine gute feed back-Basis.
    Wäre doch schön, wenn die Verursacher konzentriert erfahren würden, wie die praktische Realisierung aussieht ... Vorausgesetzt, man interessiert sich dafür... Ansonsten hieße es nur: Das habe ich nicht gewusst!


    In dem Sinne!
    D.D.

    Einmal editiert, zuletzt von Duesentrieb ()

  • Da darf ich doch direkt antworten, ich greife mir mal den Punkt Notfallplan und hier die Personenbefreiung.
    Hier soll deutlich sichtbar angezeigt werden in welcher Zeit Personen die eingeschlossen sind, befreit werden. Mit diversen Leutchen aus meinem Umfeld habe ich dieses "diskutiert"
    Das Fazit war, es soll nicht die Zeit die benötigt wird angegeben werden, sondern eine Schätzeit, so nach dem Motto: Ich schreib mal 30min. oder auch 45min.
    Nichts anderes ist möglich! Verbindlich wird die angegebene Zeit dann evt. vor den Herren Richtern da der Benutzer darüber informiert wurde das er im Fall der Fälle nach der angegeben Zeit befreit ist und es doch wohl ein wenig länger gedauert hat.

    • Verkehrsaufkommen
    • mehrere Einschlüße an verschiedenen Orten
    • KFZ Panne, vom Reifenschaden bis zum Motorcrash
    • MRL eine ungünstige Position mit Totalversagen der Befreiungseinrichtungen :)
    • Längerer Anfahrweg
    • Funknetzausfall
    • Telefonleitung tot
    • und vieles mehr.......

    Allein dieser Punkt enbehrt jedem Realitätssinn.

  • Ach Andre,
    wenn ich nicht so ein ruhiger, besonnener Mensch wäre, beim Lesen deiner vollkommen richtigen Sätze und der Konfrontation mit diesem Irrsinn, müsste mir schon wieder die Feder aus dem Hut fliegen :-)
    Aber mal ernsthaft:
    - alles noch sehr nebulös
    - es wird, wie damals mit der EN und der Umbaurichtlinie an den Endverbraucher weitergegeben
    - das die Lobbyisten gerne den Markt glätten wollen, wissen wir ja, aber schau mal den Aufzug nach Maschinenrichtlinie (der verschwinden wird) war ja auch eine Antwort auf die versuchte Regulierung
    Es werden sich also immer neue Wege auftun!
    Sehen wir es erstmal sportlich, unsere Kreativität und Tatkraft wird weiter gefordert sein!
    Sportliche Grüße!
    Ralle

    warum durch Langeweile sterben, wenn es auch vor Müdigkeit geht

  • Also von mir in die Runde,


    die anfragen nach Risiko und Gefährdungsbeurteilungen häufen sich dank einiger Formulierungen wie "wenden sie sich vertrauensvoll an ihren Fachbetrieb"...
    Wenn das so weitergeht kann bei uns einer nichts anderes mehr machen.


    Und das auslegen der BetrSichVO geht munter los wobei ich mich da pers. raushalte solange es nicht die Technik der Anlage betrifft.

    :D Ein Aufzug fährt ab und auf und manchmal kommt er sogar da an wo man es möchte 8o

  • @Düsentrieb wenn in deinen Augen die Dämlichen nicht schützenswert sind ,dann hilft vielleicht diese Einweisung den Aufzug vor den Dämlichen zu schützen.


    Nostalgie und alte Technik begeistert mich auch , aber leider verstecken sich dahinter auch viele.
    Der Personen Umlaufaufzug ist kein sicheres Beförderungsmittel. Er ist was für gesunde Menschen das ist keine Frage .Aber für Ältere , Kinder, Gehbehinderte birgt er Gefahren.


    Man hat schon öfter versucht den Betrieb einzustellen 1994 kam die deutsche Einheit dazwischen. 2004 hat es dann auch nicht geklappt. Nun versucht man es eben auf diesen Weg.


    Eines darf man hier auch nicht vergessen die Technik ist, jeden falls in Westdeutschland, über 40jahre alt.
    MfG

    Meine Beiträge basieren auf Berufs-und Lebenserfahrung , gefährlichen Halbwissen und Klugscheißerrei ?(

  • ...und zu alle dem besteht die sehr knapp bemessene Umsetzungsfrist....bis 2020....da dürfte es verdammt knapp werden 8)


    ...ein störungsfreies Wochenende wünsche ich allen.

    ..wenn ich mal sterbe dann friedlich im Schlaf wie mein Opa und nicht so kreischend wie sein Beifahrer....

  • Frage in die Runde:
    wie stellt Ihr Euch aktuell auf die Umsetzung / Anwendung ein? Gibt´s neue Geschäftsfelder?


    @Aufzugsbauer: Nix mit Nostalgie! Symptombeispiel.


    Es geht nicht um DIE Paternoster, die als Opfergabe zur Deutschen Einheit eingebracht geworden sein sollen. Hier war Lobbyarbeit der treibende Keil...


    Es geht um das Prinzip, was , wer wie mit gesundem Menschenverstand geschützt werden kann.


    Ich denke, wenn Umläufer, die seit mehr als 100 Jahren erfolgreich und energetisch (!) optimal im Einsatz sind, dass deren Notwendigkeit nicht Abrede gestellt werden kann.


    Ist doch logisch, wenn ein bestimmtes System vorhanden ist, dass dieses auf den vorrangigen Benutzerkreis optimiert ist. Benutzer haben in der Gesellschaft bestimmte Umgangsnormen einzuhalten, die bereits in der Schule vermittelt werden. Wenn die nicht eingehalten werden (wollen), dann ist auch hier Hopfen und (Sch-)malz verloren. Da helfen auch keine zentral erlassenen Verbote in einer von Konsumangeboten verwöhnten Gesellschaft!


    Als Gleichnis wurde die Fahrtreppe angeführt. Es gibt in Europa Fahrtreppen, die mit > 0,7 m/s loszischen. Grund: Erbringung von Förderleistung. Aber die EU will ja auch hier mit Verboten rumbasteln lassen.


    Fahrtreppen bieten ein viel höheres Risiko (Stufenbruch, abgescherte Kämme,...) Wenn Eltern ihre Kinder an den Handlaufeinzügen spielen lassen, dann kann nur kotzübel werden. Auch Fahrtreppen bieten ein Restrisiko!


    Die Restrisiken bei fördertechnischen Anlagen sind vorhanden, werden aber weitgehend mit technischen Gegenmaßnahmen (Vernünftige Anwendung des „Stand der Technik“) minimiert. Das verbleibende Restrisiko ist minimal. Das größere Risiko verursachen die Benutzer selbst. Das geht von Falschbeladung, (temporäre) Dämlichkeit bis zum Vandalismus. Wie und womit soll dieses ausge-schlossen werden?


    Genau! Die bestimmende Komponente ist der Aufwand (Geld) zum imaginären Nutzen, um nichterlaubte, gefährliche Individualhandlungen auszuschließen!


    Wie erkennt und beseitigt man Gefährdungen? Nur mit entsprechender Qualifikation! Der Begriff der „Qualifikation“ entpuppt sich in der BetrSichVO als Fata Morgana....


    Ergo: es kann und wird niemals (!) eine 100%ige Sicherheit eines technischen Systems geben, die für 100% aller Mitglieder der Gesellschaft gültig ist.


    Aber darauf läuft der ganze Budenzauber seit 2000 hinaus.


    Es soll immer mehr, möglichst „elektronisch“, überwacht werden. Und die Überwachungseinrichtungen, weil diese die „Sicherheit“ überwachen müssen logischerweise auch überwacht werden. Also werden Aufzug, Fahrtreppe etc. technischer Seite immer umfangreicher. Bis zu dem Punkt, bei dem keiner mehr durchblickt. Dann wirds gefährlich. Nicht „durchblicken“ heißt, dass du aus dem Marktrennen raus bist, egal ob Service-Seite oder Betreiber. Oder Juristen haben Futter.
    Es werden Verantwortlichkeiten zugeordent, eagl ob dieser Personenkreis überhaupt dazu imstande ist.


    Und das ist die größte Gefahr, existentiell und auch für die nichts ahnenden Benutzer!


    Es wäre doch interessant zu erfahren, wieviel Arbeitsplätze seit Einführung EN, BetrSichVO wegen der Verlagerung von Überwachungsfunktionen ins „Elektronische“ eingespart wurden. Sind die Schadensfälle entsprechend signifikant herunter gegangen?


    Wer hier „ja“ sagt, dem kann man getrost einen Aufzug mit einer einzigen Haltestelle verkaufen.


    Es ist ja ganz nett, wenn der Gesetzgeber Dinge fordert, die unmittelbaren Einfluss auf den Umsatz haben. Aber das ist zu kurz gesprungen. Der Markt wird sich zwangsweise bereinigen.


    Soll das das Endziel mit der Umsetzung sein?


    Also Damen und Herren: Aufgepasst!

  • Zitat

    Ergo: es kann und wird niemals (!) eine 100%ige Sicherheit eines technischen Systems geben, die für 100% aller Mitglieder der Gesellschaft gültig ist.


    Aber darauf läuft der ganze Budenzauber seit 2000 hinaus.


    Sicherheit gibt es sowieso nicht, dieses ist gar nicht zu garantieren. Der Grund dafür liegt im Benutzer, ob jetzt einer "Behindert" "Besoffen" "Vandale" "Gewaltbereit" "Pech hat" etc. pp.
    Alles was auf Sicherheit beruht, beruht auf Erkenntnis aus früheren Vorfällen, oder jemand bemüht die Kugel und sagt: Das kann! Und wenn das Kann dann muss Vorsorge getroffen werde.
    Selbst wenn etwas für einen Sicher ist, kann es morgen, wenn er das richtige einschmeißt schon nicht mehr Sicher sein.
    Ich würde einfach vorschlagen, Schilder aufzustellen, den Platz muss man halt schaffen. Natürlich nur zur Gefahrenabwehr.
    Meiner Meinung nach fangen wir mit dem betreten von Aufzügen an, hier setzen wir jetzt ein vernünftiges Schuhwerk voraus, nichts gegen Frauen(Diskriminierung) aber mit Pumps(Pfennigabsätze) über eine Spalte zu treten, das birgt Risiken und hiervor sollte man sie schützen. Oder wir bemühen die Technik, die dann vor betreten des Aufzuges die Spalte mechanisch(natürlich bündig) schließt.
    Als nächstes dann einen Fahnentester, nicht einen für Flaggen, sondern den für Alkohol. Ab 0,1 bleibt die Aufzugtür auf und man wird zum verlasen der Kabine aufgefordert.

  • Nachtrag:
    Es wird sich im Grunde so verhalten, jemand möchte eine Aufzug, Firma X bietet an, der Kunde hat von tuten und blasen keine Ahnung und nimmt es so hin.


    Genauso verhält es sich mit den Lobbyisten und Ministern, Staatssekretären etc. Die Entscheider wissen nichts, Sie werden Psychologisch in eine Richtung gedrängt/gesteuert und dann werden diese Weltfremden und Realitätsverlust nahekommenden Entscheidungen getroffen.


    Texte sind schnell zu ändern, bei der Technik bedarf es da schon ein bisschen mehr.
    Der Schürmann Bau, vielleicht sagt einem das noch was, hier war ich in der Lage die Controller der Aufzüge für den Bundestag zu prüfen, diese waren Halogenfrei auszuführen. So dass im Falle eines Brandes die dort tätigen Damen und Herren keinen gefährlichen Dämpfen ausgesetzt werden, hier würde ich ansetzen. Warum nicht überall?


    Wie geht man damit um?


    Es gibt damit kein umgehen, nehmen wir die Bündigkeit die auf +- 1cm deklariert wurde.
    Hier nehmen wir dann die Last, ein Aufzug(der von mir angenommene) hat eine Tragfähigkeit von 630kg. Dieser hat nun im Toleranzbereich von 80 bis 630kg seine Bündigkeit zu fahren, jetzt nehmen wir noch Temperaturen im Außenbereich mit auf, die Schwanken von -15 bis +30. Die Maschinenraum Temperaturen lasse ich mal außen vor.
    Jetzt noch eine Frequentierung von 6 Fahrten in der Stunde, die zwischen 14.00Uhr bis 16.00Uhr auf Dauerbetrieb ansteigt.
    Alles kein Problem? Doch das gibt durchaus Probleme, bei alten Schätzchen.
    Es gab schon Probleme bei der Umstellung der Bremsbelege auf Asbestfrei, nun damals waren die geregelten noch nicht so vertreten.

    Eine Gefährdungsanalyse kann man sich bei den „Alten“ meiner Meinung nach schenken, man wird hier, um auf der sicheren Seite zu sein, um eine Modernisierung auf den Stand der Technik nicht herum kommen. Bei der Erstellung trägt man Verantwortung, ein Fitzelchen nicht bedacht und plups. Luxmeter falsch eingestellt…
    Abdeckung an sich drehenden Teilen auch so ein Unfug, wer hat da was zu suchen? Und wann wurden die Leutchen den in sich drehende Teile eingesogen, bestimmt nicht beim Stillstand. Treibscheibe reinigen, Lappen mit Reiniger in die Hand, Aufzug nach oben, Aufzug nach unten.
    Hier nutzt auch keine Abdeckung, man muss wissen was man tut.

    Ich mach jetzt mal Pause….das regt mich auf.


    Wer weist den darauf hin, oder hat es schon mal nachgemessen, das am Boden des Aufzugszugang(Zugansbeleuchtung, Gefährdungsanalyse) 50LUX vorhanden sind, da nimm ich die ZÜS mit ein? Wo wird das alles unterschritten? Diese Beleuchtung sollte auch vorhanden sein wenn das Treppenhauslicht aus ist. Ich korrigiere muss.

  • man muss wissen was man tut.


    Und die Leute werden dann noch "dämlicher". Keiner denkt mehr nach was er da tut.
    "Macht ja die Maschine für mich."
    Muss da immer an die Leute denken wo in Hafenbecken, U-Bahn-Stationen und Sonstiges
    rein gefahren sind. Navi sagte "die nächste bitte rechts abbiegen" 8|


    Restrisiko gibt's überall. Was will man noch alles abnehmen und überwachen?
    Big Brother is watching you!


    Ich mach jetzt mal Pause….das regt mich auf.


    Gute Idee


    Hier noch was zum lesen


    http://www.badische-zeitung.de…-verliert-eine-attraktion


    Gruß M...

  • Düsentrieb wenn in deinen Augen die Dämlichen nicht schützenswert sind ,dann hilft vielleicht diese Einweisung den Aufzug vor den Dämlichen zu schützen.


    Nun ist ja mal jutt! Auch Paternoster und Fahrtreppen bei denen die Nutzer wohl kaum vom "Arbeitgeber" eingewiesen worden sind, sind doch sicher und kaum noch wegzudenken. Gebrechlichen älteren Mitbürgern sei ein gewisses Quäntchen Eigenverantwortung zuzumuten. Man KANN garnicht alles regulieren um 100% Schutz zu bieten! Wer auf die Idee kommt diesen Mitbürgern die Nutzung des Paternosters oder der Fahrtreppe zu untersagen, muss dann auch so konsequent sein die TREPPE zu verbieten! Ich behaupte mal das mehr Personen durch Treppenstürze verletzt werden als durch Unfälle an Aufzügen, Paternostern oder Fahrtreppen!!! Und gerade eben für die Klientel der älteren und gebrechlichen ist alles andere als eine Treppe ein Mobilitätsgewinn. ...So Frau Nahles, jetzt können sie ja noch die Treppe bei der geplanten Änderung im Herbst mit einbeziehen! Ach ja, aber sorgen sie dann auch dafür das jeder einen Anspruch auf einen Hubschrauber hat der einen dann (sicher? (Gefährdungsbeurteilung Hubschrauber nicht vergessen)) nach oben oder unten bringt!


    @Andre
    Jau Andre, das mit den ganzen Abdeckungen drehender Teile nervt mich genauso. Meines Erachtens wird dadurch sogar die Unfallgefahr erheblich erhöht. Gerade in den Konzernen kann mir doch keiner erzählen das die für eine Wartung vorgegebene Zeit die der Monteur zur Verfügung hat dermassen komfortabel erweitert wurde um sämtliche Abdeckungen zu demontieren und nach Wartung wieder zu montieren!? ...Ergo wird an diesen Stellen eben nicht gewartet oder der Monteur versucht halt ohne Demontage ranzukommen. Dabei passiert dann wieder das meiste. SCHWACHSINN!


    Notrufe24

  • Würd ich Alles sofort unterschreiben.
    Anders herum muss man auch sehen das heute für jede Kleinigkeit die Gerichte bemüht werden.
    Da wird geklagt das man sich am heißen Kaffee den Mund "verbrüht" hat, und der Kläger bekommt
    dann in den USA jedenfalls noch ein Schmerzensgeld. Eigenverantwortung = 0, was dazu beiträgt das die Justizvollkommen überlastet ist.
    Es wird ja die Eigenverantwortung auf andere übertragen.
    Verkehrte Welt


    gerri

  • Was kann man so ableiten?


    Auszug aus der BetrSichVO 2015


    Zitat

    §4 Grundpflichten des Arbeitgebers
    (5) Der Arbeitgeber hat die Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen vor der erstmaligen Verwendung der Arbeitsmittel zu überprüfen. Satz 1 gilt nicht, soweit entsprechende Prüfungen nach § 14 oder § 15 durchgeführt wurden. Der Arbeitgeber hat weiterhin dafür zu sorgen, dass Arbeitsmittel vor ihrer jeweiligen Verwendung durch Inaugenscheinnahme und erforderlichenfalls durch eine Funktionskontrolle auf offensichtliche Mängel kontrolliert werden und Schutz- und Sicherheitseinrichtungen einer regelmäßigen Funktionskontrolle unterzogen werden. Satz 3 gilt auch bei Arbeitsmitteln, für die wiederkehrende Prüfungen nach § 14 oder § 16 vorgeschrieben sind.


    4. Besondere Vorschriften für Aufzugsanlagen

    1. Wer eine Aufzugsanlage nach Anhang 2 Abschnitt 2 Nummer 2 betreibt, hat Instandhaltungsmaßnahmen nach § 10 unter Berücksichtigung von Art und Intensität der Nutzung der Anlage zu treffen.


    Da bekanntermaßen die Verantwortlichkeit des „Arbeitgebers“ nicht delegierbar ist, hat er allein den Hut auf. Servicebetriebe wären i.S. dieser VO als eine nicht näher definierte organisatorische Maßnahme zu sehen. Die Eignung (z.B. Qualifikation) des Erfüllungsgehilfen wird nicht näher beschrieben. Mit dieser Verwässerung, weil es eindeutige Grenzen nicht (mehr) gibt, kann rein hypothetisch die Fa. "Hinz - Kunz k.O. GmbH" an den Aufzügen rumbasteln!


    Der Gesetzgeber schafft eine dunkelgraue Grauzone (doppelt gemoppelt, trifft aber voll zu). Alles wird auf dem Rücken des ominösen Arbeitgebers ausgetragen. Es würde mich nicht wundern, wenn vorsichtige „Arbeitgeber“, die das Präsentierte halbwegs geistig verdaut haben, ihre Aufzüge stilllegen würden. Es wäre mehr als nachvollziehbar.


    Die Serviceunternehmen, die Normabweichungen an den Aufzugsanlagen feststellen bzw. im Auftrag beseitigen sollen, wären dann auch Arbeitgeber. Und zwar an einer Anlage, die wissentlich von der Norm abweicht. Also müsste bei jeder Maßnahme (z.B. Entstörung, oder Personenbfreiung) der Chef („Arbeitgeber“) raus auf den Bau und seine Leute schriftlich vergattern, was und wie sie es zu machen haben. Eigenständigkeit ade!


    Noch härter trifft´s die Aufzugsbesitzer:


    Zitat

    4. Besondere Vorschriften für Aufzugsanlagen
    2.Wer eine Aufzugsanlage nach Anhang 2 Abschnitt 2 Nummer 2 betreibt, hat sie regelmäßig einer Inaugenscheinnahme und Funktionskontrolle nach § 4 Absatz 5 Satz 3 zu unterziehen.


    Hatten wir doch schon mal im letzten Jahrtausend, oder?
    Jetzt haben wir wieder die Aufzugswärterfunktion, die vom Betreiber ausgeübt werden muss! Wie früher die täglichen / wöchentlichen Anlagenkontrollen. Also müssen die „Arbeitgeber“ wieder Aufzugswärter (mit Schulung zur Erlangung der geforderten Qualifikation) bestellen!
    Und der verbaute Kram in Richtung „elektrische Aufzugswärterfunktion“ ist mit dieser unverständlichen Verordnung wertlos und wandert in die Schrottonne, denn eine „Inaugscheinnahme“ setzt immer die physische Anwesenheit eines menschlichen Wesens mit seinen natürlichen Sinnen voraus.


    Die Wartungsverträge i.S. der (Aufzugswärter-)Kontrollfunktion werden auch hinfällig. Wartung eben nur an den signifikanten Stellen, um bei Normabweichungen einzuschreiten. Kontrollen, ob z.B. die Türverschlüsse i.O sind, wären überflüssig, weil nicht in den Aufgabenbereich hineinreicht.


    Das Gejammer hör ich jetzt schon: "...So viel Geld verloren, Leute haben wir nicht,..."


    Aber ich wette auch hier, dass das selbstverständlich nicht so gemeint war.


    Also an alle Profis! Euren klaren Menschenverstand weiter bzw. erst recht eingeschaltet lassen und immer mit Eigeninitiative verantwortungsbewusst so handeln, dass der sichere und zuverlässige Aufzugsbetrieb i.S. Eurer Kundschaft gesichert wird. Auch wenn der Spagat wehtun sollte....

    Einmal editiert, zuletzt von Duesentrieb ()

  • Mal ein kleiner Auszug, vieles ist noch unklar und wird weiterhin bei Kaffee und Kuchen beraten.


    § 1 Anwendungsbereich und Zielsetzung
    Diese Verordnung gilt für die Verwendung von Arbeitsmitteln. Ziel dieser Verordnung ist es, die Sicherheit und den Schutz der Gesundheit von Beschäftigten bei der Verwendung von Arbeitsmitteln zu gewährleisten.
    Diese Verordnung regelt hinsichtlich der in Anhang 2 genannten überwachungsbedürftigen Anlagen zugleich Maßnahmen zum Schutz anderer Personen im Gefahrenbereich, soweit diese aufgrund der Verwendung dieser Anlagen durch Arbeitgeber im Sinne des § 2 Absatz 3 gefährdet werden können.


    § 2 Begriffsbestimmungen
    Arbeitsmittel sind Werkzeuge, Geräte, Maschinen oder Anlagen, die für die Arbeit verwendet werden, sowie überwachungsbedürftige Anlagen.
    Arbeitgeber ist, wer nach § 2 Absatz 3 des Arbeitsschutzgesetzes als solcher bestimmt ist. Dem Arbeitgeber steht gleich
    1. wer, ohne Arbeitgeber zu sein, zu gewerblichen oder wirtschaftlichen Zwecken eine überwachungsbedürftige Anlage verwendet, sowie
    2. der Auftraggeber und der Zwischenmeister im Sinne des Heimarbeitsgesetzes.


    § 2 Begriffsbestimmungen
    Beschäftigte sind Personen, die nach § 2 Absatz 2 des Arbeitsschutzgesetzes als solche bestimmt sind.
    Andere Personen sind Personen, die nicht Beschäftigte oder Gleichgestellte nach Absatz 4 sind und sich im Gefahrenbereich einer überwachungsbedürftigen Anlage innerhalb oder außerhalb eines Betriebsgeländes befinden. Prüfpflichtige Änderung ist jede Maßnahme, durch welche die Sicherheit eines Arbeitsmittels beeinflusst wird. Auch Instandsetzungsarbeiten können solche Maßnahmen sein.


    § 4 Grundpflichten des Arbeitgebers
    Arbeitsmittel dürfen erst verwendet werden, nachdem der Arbeitgeber
    1. eine Gefährdungsbeurteilung durchgeführt hat,
    2. die dabei ermittelten Schutzmaßnahmen nach dem Stand der Technik getroffen hat und
    3. festgestellt hat, dass die Verwendung der Arbeitsmittel nach dem Stand der Technik sicher ist.
    bisheriger Bestandschutz für Aufzugsanlagen gilt nicht mehr!


    § 4 Grundpflichten des Arbeitgebers
    Der Arbeitgeber hat die Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen vor der erstmaligen Verwendung der Arbeitsmittel zu überprüfen.
    Gilt nicht, wenn entsprechende Prüfungen durchgeführt wurden.
    Der Arbeitgeber hat weiterhin dafür zu sorgen, dass Arbeitsmittel vor ihrer jeweiligen Verwendung auf offensichtliche Mängel kontrolliert werden und Schutz- und Sicherheitseinrichtungen einer
    regelmäßigen Funktionskontrolle unterzogen werden.


    Notfallplan:

    • Standort der Anlage
    • verantwortlicher Arbeitgeber
    • Personen, die Zugang zu allen Einrichtungen der Anlage haben
    • Personen, die eine Befreiung Eingeschlossener vornehmen können
    • Kontaktdaten der Personen, die Erste Hilfe leisten können
    • Angaben zum voraussichtlichen Beginn einer Befreiung
    • Notbefreiungsanleitung für die Aufzugsanlage


    § 3 Gefährdungsbeurteilung (Kernstück der Verordnung) neue Beurteilungsaspekte
    bei der Gefährdungsbeurteilung ist insbesondere Folgendes zu berücksichtigen:

    • die Gebrauchstauglichkeit von Arbeitsmitteln einschließlich der ergonomischen, alters- und alternsgerechten Gestaltung,
    • die sicherheitsrelevanten einschließlich der ergonomischen Zusammenhänge zwischen Arbeitsplatz, Arbeitsmittel, Arbeitsverfahren, Arbeitsorganisation, Arbeitsablauf, Arbeitszeit und Arbeitsaufgabe,
    • die physischen und psychischen Belastungen der Beschäftigten, die bei der Verwendung von Arbeitsmitteln auftreten,
    • vorhersehbare Betriebsstörungen und die Gefährdung bei Maßnahmen zu deren Beseitigung.

    Quelle: TÜV SÜD Industrie Service GmbH

  • @Andre
    Da haben wir den Salat! Bitte keine Paragrafen mit eigenen Worten interpretieren. Das würde und wird nach hinten losgehen.
    Woher kommt die Weisheit, dass es keinen "Bestandsschutz" geben soll? In der VO steht aber etwas Anderes, eigentlich genau beschrieben!

  • Das sind nicht meine Weisheiten(bestandsschutz), die kommen vom TÜV SÜD und liegen mir als PDF vor,vielleicht hätte ich das komplette Teil posten sollen?, und resultieren wohl daraus, das jede Aufzuganlage an den Stand der Technik heran geführt werden muss.
    Dann kam das Fazit. Bestandsschutz fällt weg. Das kann man ja auch so interpretieren. Obwohl das ganze noch sehr schwammig ist. Allein der Punkt Arbeitgeber. Wenn ich nur vermiete(Wohnungen) wäre ich ja kein Arbeitgeber, wenn ich aber einen Hausmeister beschäftige der mit den Aufzügen fährt bin ich sehr wohl Arbeitgeber.
    In dem geposteten, das ist eins zu eins übernohmen. Könnte man als Urheberrechtsverletzung werten, da kein Hinweis auf den Autor stattgefunden hat. Jede Organisation hat ja seine Schulungen abgehalten und seine Interpretation der Gesetzeslage, wie kann man was auslegen, vorgeführt.
    Das Teil ist ja seit heute auf dem Markt, und wird in der jetzigen Form schon wieder fleißig überarbeitet. Allein die Gefährdungsbeurteilung, hier wird heftig diskutiert, natürlich mit dem nötigen Fachwissen, ob dieses für alle Anlagen eingeführt wird.

  • Ich muss noch was los werden bezüglich der Gefährdungsbeurteilung:
    Mir sind ja schon einige untergekommen. Die Frage die sich mir immer wieder stellt ist:
    Warum werden Punkte aufgeführt die in Ordnung sind? Würde es hier nicht reichen die Punkte anzuführen die geändert werden sollten?
    Es werden doch nirgends Punkte aufgeführt die ok. sind, nehmen wir eine HP an Aufzuganlagen, der Mangelbericht (was nichts mit bügeln zu tun hat) führt Punkte auf, die nicht in Ordnung sind.
    Das kann man natürlich nur wenn vorgegeben ist, was zu prüfen/begutachten ist.

  • @Moritz
    Was ist eigentlich laut neuer BetrSichV anders an den Gefährdungsbeurteilungen? Ich habe von einem Sachverständigen, der für uns bei unseren Kunden vor 2 Jahren sämtliche Gefährdungsbeurteilungen durchgeführt hat, letzte Woche an einer weiteren Anlage eine machen lassen. Da kam der Hinweis das nach neuer BetrSichV alle bereits gemachten hinfällig (ungültig) seien und nochmals (2017) vorgenommen werden müssten!? Was kannst Du dazu sagen? Habe ich da was falsch verstanden?


    ...oder hängt das damit zusammen das man dem "Arbeitgeber" gerne die "Schutzeinrichtungen zur unbeabsichtigten Bewegung von Fahrkörben" aufs Auge drücken möchte?


    Notrufe24

  • Andre


    Zum Bestandsschutz:
    Hier steht es ganz eindeutig, dass die Anlagen grundsätzlich unverändert weiterbetrieben werden können (Ausnahme Umrüstung auf bidirektionale Kommunikation bis 2020!):


    Zitat

    § 24 Übergangsvorschriften
    (1) Der Weiterbetrieb einer erlaubnisbedürftigen Anlage, die vor dem 1. Juni 2015 befugt errichtet und verwendet wurde, ist zulässig. Eine Erlaubnis, die dem bis dahin geltenden Recht erteilt wurde, gilt als Erlaubnis im Sinne dieser Verordnung. § 18 Absatz 4 Satz 3 ist auf Anlagen nach den Sätzen 1 und 2 anwendbar.
    (2) Aufzugsanlagen, die vor dem 1. Juni 2015 errichtet und verwendet wurden, müssen bis zum 31. Dezember 2020 den Anforderungen des Anhangs 1 Nummer 4.1 entsprechen. Abweichend von Satz 1 ist der Notfallplan innerhalb von zwölf Monaten nach dem Inkrafttreten dieser Verordnung anzufertigen und dem Notdienst zur Verfügung zu stellen. Sofern kein Notdienst vorhanden sein muss, ist der Notfallplan in der Nähe der Aufzugsanlage anzubringen.


    Alle anderen Verlautbarungen, egal von wem auch immer, treffen schlicht und ergreifend nicht zu! Merkt man, dass sich wieder Einige finanziell profilieren wollen, wenn sie durch die Lande ziehen und ihre sog. Erkenntnisse massenweise als „Wahrheit“ verkaufen. Das sind auch die, die in der Vergangenheit den sog. Umbaukatalog zum anwendbaren „Gesetz“ erklärt haben, obwohl es niemals eine gesetzliche Grundlage dafür gab!


    Ein Blick in den Originalgesetzestext ist immer hilfreich und meistens eindeutig.


    Wie bisher gehandhabt, gibt es eine Ausnahme: Bei Umbauten / Modernisierungen sind die veränderten Einrichtungen auf den "Stand der Technik" zu bringen. Macht auch Sinn. Wo nicht machbar, ist eine Gefährdungsanalyse anzufertigen.


    Kleiner Tip an alle bezgl. der Prüfprotokolle:


    Die dürfen jetzt elektronisch hinterlegt werden.


    Halt! Finger weg und immer auf Papierform (§ 17 (1) bestehen und der Anlagendokumentation beifügen! Anlagendokumentation wie den eigenen Augapfel behüten! Nur so ist ein Anlagenlebenslauf nachvollziehbar. Wenn Prüforganisation gewechselt wird, kann es passieren, dass die Akte nicht rausgerückt wird, nicht mehr elektronisch lesbar ist oder irgend wann wegen Kundenverlust gelöscht werden kann....Und der Dumme ist der „Arbeitgeber.“


    Aufzüge nach Maschinenrichtlinie und EN sind jetzt gleich. Ich lese sogar raus, dass Treppenlifte, Personenhebeanlagen (<3 m Hubhöhe) jetzt auch regelmäßig untersucht werden müssen, weil diese zur "Personenbeförderung" dienen. Schwerpunkt ist die elektrische Sicherheit! Uff, wie kann man eine Komponente am Gesamtsicherheitssystem „Aufzug“ nur so favorisieren? Türverschlüsse & Co. treten in den Hintergrund.


    Hauptprüfungen jetzt alle 2 Jahre, die Zwischenprüfungen genau in der Mitte! Ergo werden die Anlagen jährlich überprüft!


    Ich betrachte dass persönlich als gewaltiges Misstrauen gegenüber der Aufzugsindustie. Gebe aber zu, dass es Gründe dafür gegeben haben muss, dass alte System zu überarbeiten. Schwarze Schafe (Qualifikation) lassen grüßen?


    @Notrufe24
    Meine persönliche Interpretation


    Alles was vor dem 01.06.15 getan wurde, unterliegt nach §24 dem Bestandsschutz. Also haben die Dokumente weiterhin Bestand bis zum St.-Nimmerleinstag.
    ABER: Wenn sich etwas an dem Objekt für das ursprünglich die Gefährdungsanalyse ("Beurteilung") angefertigt wurde, etwas Grundlegendes (z.B. anzeigepflichtiger Umbau) verändert hat, dann ist unverzüglich bei Abnahme eine neue Gefährdungsanalyse vorzulegen. Die kommt nicht vom TÜVer, die muss vom Umbauer kommen.


    Dass alles neu gemacht werden muss , ist damit Unsinn. Es sei denn, der TÜV greift auf andere Gesetze zurück.....


    Also immer hinterfragen, woher das kommt und wo man das genau nachlesen kann, wenn merkwürdige Forderungen aufgestellt werden. Hat sich mancher "Aha"-Effekt zum Wohle des Kunden eingestellt.


    Wichtiger Nachtrag zur Gefährdungsbeurteilung:


    Wenn zusätzliche Forderungen (Präzisierungen) jetzt mithinzukommen, darunter könnte ich z.B. das Notfallmanagement verstehen, dann muss die Gefährdungsbeurteilung entsprechend angepasst werden und vom Arbeitgeber (auch bei Unveränderung) bestätigt werden. Das könnte sich in der Tat als Bürokratiemonster entpuppen!


    Änderungsgrund: Nachtrag

    3 Mal editiert, zuletzt von Duesentrieb ()

  • Zitat

    Alle anderen Verlautbarungen, egal von wem auch immer, treffen schlicht und ergreifend nicht zu! Merkt man, dass sich wieder Einige finanziell profilieren wollen, wenn sie durch die Lande ziehen und ihre sog. Erkenntnisse massenweise als „Wahrheit“ verkaufen.


    Danke sehr, genau aus diesem Grunde habe ich das in den Raum geknallt. Schlussendlich wird wie was auszulegen ist, die Justiz definieren.
    Last uns drüber reden, dumme Fragen gibt es eigentlich nicht.
    Diese Interpretation des Sachverhaltes(BetrSichVO) schwankt dann auch von Organisation zu Orgination.


    Zitat

    Die kommt nicht vom TÜVer, die muss vom Umbauer kommen.


    Ich habe das aus dem Kontext gerissen, nur mal so am Rande als Anmerkung. Die ZÜS bietet diese Gefährdungsanalyse auch gerne als Serviceleistung an, da kommen dann Stellenweise Hahnebüchende Schlussfolgerungen raus.