Lohnbetrug

  • Hallo liebe Kollegen,


    seit einiger Zeit ist mir bei uns in der Firma aufgefallen, dass es ein paar Kollegen gibt die gerne mal betrügen was die tatsächliche Arbeitszeit angeht.


    Wenn ich mit einem bestimmten Kollegen unterwegs bin zwecks Wartung, schaut er nur mal in die Schachtgrube reinigt sie ggf. und füllt den Servicenachweis aus.


    Das ganze dauert ca 10 min!

    Auf dem Stundenbericht steht dann 1 h Wartung...:huh:.


    Klar er will das ich das genauso schreibe, aber ich weigere mich natürlich und mache die Wartung richtig und schreibe die Zeit 1:1!


    Er möchte halt gerne mit mir zusammen arbeiten, wohlgemerkt sind es seine Anlagen und ich selbst habe mein eigenes Gebiet wo ich ehrlich gesagt froh bin alleine zu sein.

    Wenn man sich mal braucht, ist es ja legitim, aber ich selber will so was nicht unterstützen....


    Wie geht ihr mit so etwas um?


    Ps. bleibt Gesund:)

  • Zu diesen 10 min kommen hinzu:

    Fahrzeug allgemein aufrüsten.

    Anfahrt

    Parkplatz suchen (kann länger dauern als die Wartung)

    Anmelden

    Abmelden

    Papierkram erledigen.


    Wenn der Monteur seine Anlage im Griff hat und der Kunde glücklich ist, so ist alles OK

    Wenn einer Im Aufzug steckt, immer mit der Ruhe. Der läuft nicht weg.

  • Es kam eine Meldung bezüglich Beleidigung:


    Ich stell das hier mal klar, öffentlich:


    schna·cken


    /schnácken/


    schwaches Verb norddeutsch


    1. reden, sprechen "in Ruhe über etwas schnacken"

    2. gemütlich, zwanglos plaudern, sich unterhalten "mit der Nachbarin, über den Gartenzaun schnacken"


    alles klar?

  • Betrug ist Betrug!

    Jeder Mitarbeiter sollte wisen, was er an der Anlage zu tun hat. Das sollte auch dem Betreiber transparent mitgeteilt werden.

    Wenn davon zu ungunsten des betreiber (oder dem, der bezahlt) abgewichen wird, ist das Betrug.

    Hoffe, die Leute, die das hier so locker sehen, sind dann auch so entspannt, wenn es um ihre eigene Kohle geht.

    Ralle

    warum durch Langeweile sterben, wenn es auch vor Müdigkeit geht

  • Hallo

    Ich fasse mal den Beitrag vom Jaculus zusammen .Jedenfalls so wie ich es verstanden habe.

    Ich lasse mich gerne eines besseren belehren.


    Jaculus ist aufgefallen das manche Mitarbeiter in seiner Firma ihren Lohnschein nicht korrekt schreiben.

    Manche schreiben mehr als sie arbeiten und manche arbeiten mehr wie sie schreiben. Genaues weiß man nicht.

    Jedenfalls sie betrügen


    Nun ist da einer der gerne mit ihm zusammen arbeitet, aber der stellt nach 10min die Arbeit ein .

    Jaculus macht die Wartung weiter.

    Beide schreiben sie je 1 Std Wartungszeit auf. Das findet er nicht gut.

    Dann bittet er um Hilfe, weil er nicht weiß wie man so etwas regelt.

    ?????



    Lösngsansatz:


    Mit den Kolegen sprechen.


    Wenn man Konfiktscheu ist, zum direkten Vorgesetzten gehen.


    Wenn man keinen weh tun möchte persönliche Grunde vorschieben.


    MfG


    PS Schnacker habe ich in der Bedeutung des eines schönen Geschichtenerzählers verwendet

    Meine Beiträge basieren auf Berufs-und Lebenserfahrung , gefährlichen Halbwissen und Klugscheißerrei ?(

  • Na ja, es fehlen ein paar Angaben mehr um sich ein genaues Bild zu machen. Lasten, KG- oder Personenaufzug, Art der Benutzung etc..

    Wie schon angemerkt kann Parkplatzsuche auch schon die Zeit einengen, defakto zählt ja das Gesamtergebnis.

    Geht es nur darum um 8Uhr anzufangen und um 12Uhr schon Feierabend zu machen? Wenn ja, dann ist es Betrug und je nachdem wie du zu deinem Kollegen stehst, erst mal an sein Gewissen appellieren. Fruchtet dies nicht, dann weigern mit den Kollegen mitzufahren. Letztendlich bleibt nur der Gang zum Chef.

    Gibt aber auch andere krasse Beispiele wie Vorgaben von Vorgesetzten, so etwa 4er Gruppe, 3 monatlich gewartet, 12 Haltestellen und grosszügerweise 3h Zeit, Parkplatzsuche inklusive.

    Wenn's läuft alles gut, wenn nicht oder mal der Hausverwalter zugegen ist...

    Ich hatte einen Wartungsbezirk übernommen mit 80% Störungsrate, Zeitvorgabe für Wartung, Reinigung war für das 1. Jahr hinfällig, jeder war froh und glücklich. Störungsfrei mangels Wartung, klar eingeschlagene Taster oder mutwillig eingetretene Türen bzw. Scheiben zählen nicht, dafür kann der Monteur ja nichts.

    Aufzugsmonteuer oder Servicetechniker für Aufzugsanlagen ist schon ein verantwortungsvoller und interessanter Job.

    Jedenfalls so einige Zeitvorgaben, lassen meinen Verstand zweifeln.

    Masse statt Klasse? Kundenzufriedenheit oder Ärger? Ist alles eine Frage der Abwägung.

  • Warum spricht du deinen Kollegen nicht erstmal unter 4der Augen an? Es ist ja in erster Linie kein Lohnbetrug sonder eine schlecht ausgeführte Leistung und zwar gegenüber dem Arbeitgeber und Dem Kunden.


    Die Arbeitsleistung der Mitarbeiter zu kontrollieren gehört zwar zum Aufgabengebiet des Vorgesetzten aber Unter Kollegen darf man das ja mal ansprechen.


    Wenn das nicht fruchtet, würde ich bei einem gemeinsamen Monteurmeeting mit dem Vorgesetzten allgemein ansprechen das so mancher Aufzug aus deiner Sicht nicht richtig gewartet wird. Namen und Standort würde ich nicht nennen.

  • Och, ich würde schon bei dem Begriff Lohnbetrug bleiben. Wenn man mal in die Vergangenheit geht, sind das dann immer genau die Dinge gewesen, die als Begründung für den Rausschmiss von überflüssigem Personal hergehalten hat.

    Einfach mal abwarten :-)

    Ralle

    warum durch Langeweile sterben, wenn es auch vor Müdigkeit geht