Aufsetzpuffer und Spanngewichtsschalter

  • Hallo zusammen und einen schönen Sonntag ,


    ich bin mittlerweile seit 8 Monaten in der Aufzugsbranche tätig und finde den Job super.


    Leider gibt es immer einmal wieder ein paar Widersprüche die für mich nicht ganz schlüssig sind und hoffe Ihr könnt mir eure Erfahrungen mitteilen.


    Zum einen ist die Prüfmethode eines Aufsetzpuffer ein Thema.Viele meiner Kollegen prüfen den Aufsetzgspuffer mit einem kleinen Schraubendreher.Gerade was die verschiedenen Materialien betrifft kann man das meiner Meinung nicht pauschalisieren.Gerade wenn Puffer mit verschiedenen Materialien verbaut sind.Dazu gibt es auch noch reine Federn und die kann man meiner Ansicht nach nur testen wenn man den Aufzug im Fall aufsetzten lässt.


    Des weiteren werden bei der Höhe des Abstands zwischen Spanngewichtsschalter und Gewicht unterschiede.Einer sagt man sollte ihn zwischen 5-8 cm einstellen, ein anderer meint das es egal ist, hauptsache er löst aus ?


    Was ist nun richtig und wo kann man diese Vorgaben finden.In den Unterlagen habe ich noch nichts entdeckt.



    gruß


    Ralph

  • Mal eine kleine Provokation......


    Viele deiner Kollegen prüfen den/die Puffer gar nicht!!!


    Sei es, wie es ist, ich überlasse diese Prüfung dem Fachmann vom TÜV.


    Frage 2: Ich habe vor nahezu genau 30 Jahren gelernt, dass das Reglerspanngewicht einen Tuck über waagerecht eingestellt werden sollte und spätestens, wenn es unter waagerechtist ( nächste Wartung z.B.) auf Kosten der Wartungsfirma (siehe Wartungsvertrag!) wieder einstellen.


    Gruß, Strassmo

  • Hallo.


    Aufsetzpuffer? Also meinst du Hydraulische oder Gummipuffer`


    Hydraulische musst du ja mit Nenngeschwinndigkeit testen, Gummipuffer werden einfach Sichgeprüft und kontrolliert ob sie fest sind.



    Zum Spanngewicht:


    Wie mein Vorredner bereits geschrieben hatte.


    Ausserdem sollte der Schalter einfach Auslösen bevor das Spanngewicht oder die Steine irgendwo an oder aufstehen.



    Grüsse.

  • Hallo, vielen dank für die Infos.
    Das mit den Puffern kann man natürlich der Prüfstelle überlassen.Gerade was die hydraulischen Puffer angeht gebe ich Euch vollkommen recht.
    Bei den Gummipuffern habe ich in der Praxis gemerkt das einige wie Gelee werden und extrem weich,manche von der Außenwandung recht fest aber mit Dämpfung,alte Dämpfer aus gewickelten Gummistreifen die einfach nur Knüppelhart sind und zu guter letzt einfache Federn welche auf dem Betonsockel geschraubt sind.Da ich diese Wartungsberichte ja ausfülle ,möchte ich mir ja Wissen diesbezüglich aneignen.


    Die Sache mit dem Reglergewicht ist super beschrieben und das werde ich so beherzigen.




    Gruss


    Ralph

  • mit ein wenig Erfahrung kann man leicht feststellen, ob ein Aufsetzpuffer seine Verschleissgrenze erreicht hat. Oberfläche porös, lässt sich der Kunststoff abreiben, Schraubendreher ohne kraftaufwand reinbohren, fällt von der Grundplatte? Na dann raus damit!


    Warum überlasst ihr das dem SV? Es kommt doch immer besser, sowas bei der Wartung festzustellen, Angebot schreiben, Auftrag erhalten, bei der nächsten Wartung einbauen, fertig! Finden die Betreiber i.d.R. besser, als Prüfberichte mit Mängeln über 2 Seiten.


    Zum Spanngewichtsschalter: auch bei uns der Dauerbrenner, Seil so einkürzen, dass das Spanngewicht etwa 15 - 20 Grad oberhalb der waagerechten steht. Schalter so einstellen (wenn der so angebaut ist, das er sich einstellen lässt) das er bei ca. 160 - 150 Grad unterhalb der Waagerechten auslöst. Also noch bevor das Spanngewicht aufsetzt.
    Ralle

    warum durch Langeweile sterben, wenn es auch vor Müdigkeit geht

  • @Ramiruz
    Es gibt unterschiedliche Spanngewichte ( Bsp. Federkraft Gewicht mit Schwenkarm oder direkt), Deswegen gibt es auch unterschiedliche Einstellmetoden.
    Bei den neumodernen gibt es eine Einstellanweisung ,wenn es die nicht gibt glaube deinem erfahrenen Monteur.
    Bei den neumodernen wirkt der Schalter in Beiden Richtungen, deswegen haben meine Vorredner nur bedingt Recht.


    Ansonsten gibt es kein Regelwerk welches vorschreibt wieviel Spannweg bis zum Betätigen des Schalters vorhanden sein muß.
    Der Schalter muß sicher schalten wenn das Spanngewicht nicht mehr das Reglerseil spannen kann


    Die Sache hierbei ist einfach das der Spanngewichtsschalter bis zur nächste Wartung nicht auslösen soll bzw bei Anlagen ohne Spanngewichtsschalter Kein Schaffseill beim Reglerseil entsteht.


    MfG

    Meine Beiträge basieren auf Berufs-und Lebenserfahrung , gefährlichen Halbwissen und Klugscheißerrei ?(

    Einmal editiert, zuletzt von Aufzugsbauer ()

  • Danke vielmals für die hilfreichen Antworten.


    Leider musste ich auch schon öfter feststellen das manche Kollegen viele Sachen nur nach Optik bewerten und dabei einiges unberücksichtigt bleibt.
    Ich werde sie trotzdem weiterhin bei jeder Wartung prüfen und ggfs. aufschreiben.


    vielen Dank nochmal


    Ralph